Schrauben drucken mit netfabb

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

In c’t 7/13 ab Seite 174 schreiben Sie, man könnte mit netfabb Studio 3D-Modelle von M8-Schrauben erzeugen, die man anschließend auf einem MakerBot Replicator dreidimensional drucken und in handelsübliche M8-Muttern schrauben kann. Ich habe das ausprobiert, bekomme aber meine Schrauben höchstens eine halbe Umdrehung in die Mutter hinein.

Bei uns hat es zugegebenermaßen auch nicht im ersten Anlauf geklappt. Je nachdem, mit welcher Schichtdicke Ihr 3D-Drucker die Schrauben fertigen soll, müssen Sie die vorgegebenen Standardeinstellungen von netfabb Studio Basic in der Spezialversion von der Heft-DVD zu c’t 6/13 noch etwas anpassen.

Eine M8-Schraube aus PLA, die man mit mittlerer Schichtstärke (0,27 Millimeter) druckt, lässt sich leicht in die Mutter drehen, wenn man in den Konfigurationseinstellungen von netfabb den Nenndurchmesser von normalerweise 8 Millimeter auf 7,6 Millimeter reduziert. Steigung, Gewindelänge und Windungszahl bleiben dabei unverändert. Die erzeugte Schraube hat einfach ein paar Zehntelmillimeter zusätzliche Luft in der Mutter, was Abweichungen von der idealen Form ausgleicht, die sich bei der relativ groben Druckauflösung nicht vermeiden lassen – schließlich passen bei der Schraube aus dem Beispiel nicht mal fünf Druckschichten zwischen zwei Windungen.

Sie können auch weniger vom Nenndurchmesser abziehen und dafür die Zahl der Ecken unter dem Parameter-Eintrag „Toleranz“ deutlich erhöhen. Dann legt netfabb das eckige Oberflächengitter der Schraube mit entsprechend mehr Knoten an und minimiert dadurch die Abweichungen des 3D-Modells von der idealen runden Form. Aber auch in diesem Fall werden Sie wahrscheinlich ein paar Schrauben mit kleinen Varianten der Parameter drucken müssen, bis Sie für Ihre Maschine und Ihre gewünschten Druckeinstellungen das genau passende 3D-Schraubenmodell gefunden haben. (pek)

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