Seltsame Leistungsmessung

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Um Energie zu sparen, habe ich Ihren PC-Bauvorschlag aus c’t 24/13 nachgebaut. Sie versprechen 11 Watt Leistungsaufnahme im Leerlauf, aber mein Messgerät zeigt mehr als 18 Watt an. Was mache ich falsch?

Möglicherweise verwenden Sie ein ungeeignetes Messgerät. Falls Sie ein billiges „Energiekosten-Messgerät“ aus dem Baumarkt oder vom Discounter verwenden, sollten Sie in dessen Datenblatt schauen: Manche dieser Kästchen kann man bei geringen Leistungen nicht einmal mehr als Schätzeisen bezeichnen. So wurde hierzulande etwa ein „Stromkostenmessgerät PM30“ des Herstellers W.H. Mandolyn aus Hongkong vertrieben, bei dem für die Leistungsmessung der Fehler „±5 Prozent des Messwerts ±10 Watt“ angegeben wird. Bei unserem 11-Watt-PC könnte das Gerät also laut Datenblatt zwischen 0,45 und 21,55 Watt anzeigen.

Die vereinfachten Messverfahren billiger Leistungsmessgeräte führen je nach Art und Verhalten der Last zu größeren Fehlern. In der c’t-Redaktion messen wir deshalb mit dem kalibrierten LMG95 der Firma Zimmer Electronic Systems, das über 3000 Euro kostet. Doch einige bezahlbare Leistungsmessgeräte taugen durchaus für Messungen an PCs, zuletzt haben wir in c’t 21/13 ab Seite 126 welche vorgestellt. Ein Preiskracher ist das KD-302, welches Reichelt für 10 Euro verkauft. (ciw)

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