Speicher für Onboard-Grafik limitieren

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Der Grafikchip meines Mainboards genehmigt sich satte 64 MByte Speicher, obwohl ich nur eine relativ niedrige Bildschirmauflösung eingestellt habe und auch keine 3D-Anwendungen nutze. Lässt sich der Speicher nicht auf das absolute Minimum beschränken, damit Windows mehr Freiraum hat?
Das ist prinzipiell möglich, hängt aber vom Chipsatz und dem BIOS Ihres Mainboards ab. Die am häufigsten verkauften Grafikchips für PC-Anwendungen stammen von Intel und stecken in den Chipsätzen i815(E), i845G(E) und i865G. Alle drei arbeiten unter Windows und Linux mit einer dynamischen Allozierung des Grafikspeichers, die modernsten Versionen können dabei bis zu 64 MByte RAM belegen - was allerdings weder steuerbar noch kontrollierbar ist. Wird der Grafikspeicher nicht benötigt, wird er auch nicht belegt.

Für den Einsatz mit DOS und anderen älteren Betriebssystemen lässt sich meist im BIOS-Setup ein Wert von 1, 8 oder mehr MByte RAM als fester Sockel-Speicher für den Intel-Grafikprozessor abzwacken; diesen Anteil zeigt Windows dann auch nicht mehr an - stecken etwa 512 MByte RAM im PC und wurden 8 MByte im BIOS-Setup reserviert, sind nur 504 MByte nutzbar. Für den Windows-Einsatz reicht ein reserviertes MByte sicher aus, den Rest erledigen Chipsatz und Treiber automatisch.

Bei anderen grafikfähigen Chipsätzen von ATI, ALi, SiS oder VIA erfolgt die Zuteilung des Grafikspeichers starr und ist - wenn überhaupt vorgesehen - über das BIOS-Setup einstellbar. Für einfache Anforderungen reichen 8 MByte, mit 16 MByte ist man für die üblichen Anforderungen von 2D-Software meist gut gerüstet. (ciw)

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