Subnetze mit SixXS

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Ich habe mir einen IPv6-Tunnel bei SixXS eingerichtet. Der funktioniert auch schon, der Linux-Rechner hat Internetzugang per IPv6. Mit einem Subnetz möchte ich nun auch andere Hosts im LAN versorgen. Muss ich tatsächlich noch warten, bis der laufende Tunnel genügend Kredit (ISK) gesammelt hat, damit ich das beantragen kann?
Warten müssen Sie nur, wenn Sie ein separates /48er-Netz haben wollen, um beispielsweise mehrere verschiedene /64er-Subnetze in Ihrem LAN zu betreiben. Denn seit Anfang Februar teilt SixXS jedem neuen Tunnel automatisch ein geroutetes /64er-Subnetz zu, was für die meisten Nutzer genügt.
Schauen Sie sich bei Ihren Tunneldaten den Abschnitt „Subnets“ an: Dort ist der Präfix des automatisch zugeteilten, gerouteten /64er-Blocks gelistet. Der unterscheidet sich nur in einem Bit vom Präfix des Point-to-Point-Transfernetzes (Tunnel-Endpunkte), was nicht sofort auffällt. Lassen Sie radvd den Präfix des gerouteten Subnetzes in Ihrem LAN verteilen. Soll Ihr Rechner als IPv6-Gateway fürs LAN arbeiten, dann prüfen Sie ferner, dass bei Ihrer Linux-Variante das Forwarding auch für IPv6 eingeschaltet ist, beispielsweise mit
sysctl -a | grep "v6.*\.forw"
Dort sollte für alle Schnittstellen eine 1 stehen. Falls nicht, stellen Sie dies per sysctl ein. Weitere Praxistipps liefert ein Heise-Netze-Artikel, der das Aufsetzen eines kleinen Routers als IPv6-Gateway mit der freien Firmware OpenWRT schildert (siehe c’t-Link). (ea)

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