TrueCrypt-Stick automatisch einbinden

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Ich nutze einen USB-Stick mit mehreren Partitionen als Hosentaschen-Backup. Wenn ich ihn an meinen Arbeitsrechner mit OpenSuse 12.1 stecke, werden alle außer der TrueCrypt-Partition automatisch zum Mounten angeboten. Wie bekomme ich es hin, dass OpenSuse auch die TrueCrypt-Partition automatisch einbindet?

Das lässt sich mit einem Systemeingriff und einem Skript bewerkstelligen. Richten Sie zuerst eine udev-Regel ein, mit der das System beim Anstecken eines bestimmten USB-Sticks einen Befehl ausführt. Dazu legen Sie als Root eine neue Datei unter /etc/udev/rules.d namens 70-usbstick.rules an und schreiben diese Zeile hinein:

SUBSYSTEM=="usb", ACTION=="add",⤦
 ATTRS{serial}=="90B916006070046B",⤦
 RUN+="/home/<username>/bin/mount-tc"

Die Seriennummer Ihres USB-Sticks tragen Sie bei ATTRS{serial} ein. OpenSuse verrät sie mit sudo lsusb -v|grep iSerial|tail -n1 als zweiten Parameter hinter iSerial, denn der zuletzt angeschlossene Stick ist typischerweise das letzte USB-Gerät in der Liste. In den RUN-Parameter gehört Ihr Anmeldekürzel statt <username> hinein. Das zugehörige Skript ~/bin/mount-tc ist kurz:

#!/bin/bash
export DISPLAY=:0.0
su <username> -c "/usr/bin/realcrypt⤦
 --auto-mount=favorites"

Ersetzen Sie auch hier <username> durch Ihr Anmeldekürzel und vergessen Sie nach dem Erstellen nicht, das Skript mit chmod 700 bin/mount-tc ausführbar zu machen. Ferner müssen Sie die gemountete TrueCrypt-Partition wie alle anderen vor dem Abziehen des Sticks lösen. Den zugehörigen Kommandozeilenaufruf sync; sync; realcrypt -d verpacken Sie beispielsweise in ein Alias oder stecken ihn in ein weiteres Skript. Letzteres lässt sich einfacherweise per Symbol vom Desktop aus aufrufen. Dieser Kniff funktioniert auch unter Ubuntu. Weil OpenSuse das Paket aus lizenzrechtlichen Gründen umbenannt hat, ersetzen Sie dort in den Kommandos realcrypt durch truecrypt. (ea)

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