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Typenbezeichnung von AMD-Prozessoren entschlüsseln

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Ich wüsste gern, was die Bezeichnungen auf den AMD-CPUs bedeuten. Können Sie mir eine Adresse nennen, bei der ich das erfahren kann?
Auf seinen aktuellen Prozessoren (Sockel AM2/939) druckt AMD neben dem Firmen- und dem Prozessorfamiliennamen in der ersten Zeile eine sogenannte Ordering Part Number (OPN). Diese kodiert eindeutig alle wichtigen Daten des Prozessors. Die genaue Zusammensetzung dieser Codes dokumentiert AMD - etwas lückenhaft - in den Power-and-Thermal-Datenblättern. Die ersten drei Buchstaben kennzeichnen Prozessortyp, Einsatzzweck und TDP. Dabei steht der erste wohl für Athlon 64 (A), Opteron (O), Turion (T) oder Sempron(S). Danach folgt der Einsatzzweck in Desktop (D), Notebook (M), Server (S) oder Workstation (W). Nach dem Prozessortyp kommt eine Ziffernfolge, die das Prozessormodell kennzeichnet.

Der erste Buchstabe nach den Zahlen gibt den Sockel an. Für AM2 steht hier ein „I“, für Sockel 939 ein „D“, die beiden nächsten Buchstaben kennzeichnen Kernspannung und maximal zulässige Temperatur. Bei vielen aktuellen CPUs steht hier „AA“, was bedeutet, dass beide Werte variabel sind. Es folgt die Gesamtgröße der L2-Caches (3 = 256 KByte, 4 = 512 KByte, 5 = 1 MByte, 6 = 2 MByte). Die letzten beiden Buchstaben geben die Revision an. Alle Angaben ab der Ziffernfolge des Prozessormodells stehen übrigens nur auf dem Prozessor. Auf der Packung der Boxed-Versionen - also derjenigen, die mit Kühler geliefert werden - endet die Bestellnummer anders (beispielsweise auf CNBOX).

Das exakte Entschlüsseln der OPN anhand der Datenblätter ist mühsam, die offizielle AMD-Webseite www.amdcompare.com [1] liefert jedoch zu (fast) jeder OPN die Daten des jeweiligen Prozessors. (bbe [2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-322756

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.amdcompare.com
[2] mailto:bbe@ctmagazin.de