UMTS-Komprimierung bei Vodafone und Telekom

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Wenn ich mit meinem Notebook per Tethering übers Smartphone ins Internet gehe, sehen Fotos auf Internetseiten schlechter aus, einigen fehlt sogar das Farbprofil. Das passiert mit meiner Telekom- und mit meiner Vodafone-Karte. Was ist da los?

Beide Provider greifen seit vielen Jahren in den Datenstrom ein: Sie verändern dabei HTML-Seiten und komprimieren Fotos stärker. Zu erkennen ist das in einem Verweis auf die JavaScript-Datei bmi.js auf URLs wie http://1.2.3.4 sowie auf viele scheinbar von http://1.2.3.xxx stammende Fotos. bmi steht dabei für die Firma Bytemobile, von der die Komprimierungstechnik stammt und die inzwischen zu Cisco gehört.

Betroffen sind auch sämtliche Reseller von Telekom und Vodafone; unerheblich ist auch, ob man per Smartphone-Tethering, integriertem 3G-Modem oder UMTS-USB-Stick ins Internet geht. Vor einigen Jahren konnte man die Komprimierung per Software abschalten (siehe c’t 5/08, S. 189), was nur unter Windows klappte. Inzwischen funktioniert die Software nicht mehr gut.

Beide Provider haben Portale zum Abschalten der Komprimierung eingerichtet, die Telekom unter http://speed.telekom.de, Vodafone unter http://performance.vodafone.de – die Links funktionieren auch bei den Resellern. Bei O2/Telefonica und E-Plus haben wir derzeit keine Komprimierung festgestellt – noch vor einigen Jahren komprimierte O2 auch, was man per http://speedoptimizer.o2online.de abschalten konnte. (jow)

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