USB-Probleme unter Windows 7 x64

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Manche Mainboards mit Nvidias nForce-Chipsätzen vertragen sich bisher nicht gut mit den 64-Bit-Versionen von Windows 7: Sofern Speicheradressen oberhalb von 232 Bytes genutzt werden, können Probleme beim Zugriff auf USB-Speichergeräte auftreten.
Nach Informationen aus Internet-Foren und von c’t-Lesern hängen sich die betroffenen Systeme beim Kopieren von Daten auf und lassen sich manchmal nur per Reset wiederbeleben. Zuvor sollen in der Ereignisanzeige von Windows 7 bereits Fehlerhinweise zu finden sein.
Angeblich treten die Probleme unter anderem bei Asus-Mainboards aus der Baureihe M3N78 mit dem Chipsatz GeForce 8200/nForce 730a auf. In unseren Versuchen mit einem M3N78 Pro sowie mit zwei anderen nForce-Systemen konnten wir die Fehler aber nicht reproduzieren.
Nach Angaben einer Webseite (siehe c’t-Link) arbeitet Microsoft an einer Lösung. Bis ein Update bereitsteht, kann man sich demnach behelfen, indem man Zugriffe des Systems auf Speicheradressen oberhalb der 4-GByte-Grenze unterbindet. Dazu wiederum reduziert man die Menge des Speichers, den Windows 7 x64 nutzen kann – entweder durch Ausbau von Speichermodulen, sodass höchstens 2 GByte physischer Speicher übrig bleiben, oder durch Veränderung der Boot Configuration Data (BCD) von Windows 7. Letzteres lässt sich mit einer Befehlszeile erledigen, die man in einer mit Administratorrechten geöffneten Eingabeaufforderung (cmd.exe) eintippt:
bcdedit /set truncatememory 0x80000000 
Nach dem Einspielen des mittlerweile bereitgestellten Treiber-Updates für den USB-EHCI-Controller von Nvidia-nForce-Chipsätzen kann man die künstliche RAM-Beschränkung mit
bcdedit /deletevalue truncatememory 
dann wieder aufheben.

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