USV-Akkuwechsel erfolglos

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Seit Jahren leistet mir eine unterbrechungsfreie Stromversorgung von APC treue Dienste. In letzter Zeit aber fährt sie schon bei kurzen Spannungsschwankungen den Server voreilig herunter, weil ihr Akku erschöpft war. Den habe ich jetzt ausgetauscht, aber die Linux-Werkzeuge zeigen noch immer eine nur sehr kurze Stützzeit an, die weit entfernt von der Zeit ist, die die USV im Neuzustand erreicht hat.

Manche USV-Modelle müssen Sie über den Akkuwechsel informieren. Auf einem Linux-System beenden Sie dazu zunächst eventuelle Dienste, die auf Signale der APC-USV lauschen (etwa apcupsd), und starten dann mit apctest das Programm zur Konfiguration. Kommuniziert das nicht mit dem Gerät, prüfen Sie, ob der in der Konfigurationsdatei (meist /etc/apcupsd/apcupsd.conf) hinterlegte Kabeltyp passt. Stimmt der, sollte ein Menü erscheinen, das eine Option zum Setzen des Akkudatums („BATTDATE“) enthält.

Tragen Sie dort den Tag des Akkuwechsels ein. Wenn Sie danach apcupsd neustarten, meldet apcaccess wieder eine plausible Laufzeit. Sie können bei angehaltenem apcupsd auch aus apctest heraus eine „Battery calibration“ veranlassen. In diesem Fall lässt das Gerät den Akku einmal leerlaufen. Die angehängte Last sollte der regulären entsprechen. Ist sie zu gering, verweigert apctest die Kalibrierung. Zu einer Stromunterbrechung für die angeschlossenen Verbraucher sollte es nicht kommen. Um den Versuch entspannt anzugehen, sollten Sie ein aktuelles Backup Ihrer Daten haben. (ps)

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