Überwachte Drucker

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

In unserer Firma wurde der große Bürodrucker ausgewechselt. Beim Aufstellen des neuen Druckers deutete der Monteur an, dass jeder Drucker eine individuelle ID habe. Ein sogenannter UV-Stempel werde unsichtbar auf jeden Ausdruck gedruckt. So könnten Strafverfolgungsbehörden nachvollziehen, wo eine Seite ausgedruckt wurde.

Für große Drucker mag das ja stimmen, aber gilt das auch für kleine SoHo-Drucker? Angesichts des Ausmaßes an Internet-Überwachung, das in der letzten Zeit bekannt geworden ist, hält man ja alles für möglich.

Farblaserdrucker und -kopierer markieren tatsächlich jede ausgedruckte Seite – allerdings nicht mit einem UV-Stempel, sondern mit einem Maschinen-Identifikations-Code (MIC) aus kleinen gelben Punkten, die man nur unter einer starken Lupe und bei gutem Licht sieht. Der Code ist für große Farbkopierer und -drucker Pflicht, mit denen man beispielsweise Banknoten fälschen könnte. Über den MIC lässt sich die Quelle der Fälschungen zurückverfolgen. Tintendrucker und Schwarzweiß-Drucker kennzeichnen ihre Druckseiten unseres Wissens nicht.

Mit UV-Tinte oder -Toner arbeiten nur wenige Spezialgeräte, zumal sie dazu eine entsprechende Patrone oder Toner-Kartusche haben müssen. (rop)

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