Vermurkste Platte reaktivieren

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Seit fast zwei Jahren benutze ich eine USB-Festplatte, die für Backup-Zwecke nur bei Bedarf aktiviert wird (an einem Windows-XP-System). Nach einem erneuten Aktivieren war sie plötzlich nicht mehr ansprechbar. Ich wollte sie dann neu formatieren. Das Formatieren in der Datenträgerverwaltung bleibt aber bei 68 Prozent hängen, das heißt, die LED der Festplatte blinkt immerfort und die Formatierung kommt nicht zu einem Ende. Im Arbeitsplatz wird die Platte nach wie vor erkannt, aber mit Größe null. Muss ich diese Platte „abschreiben“?

Als Backup-Laufwerk würde ich diese Platte in der Tat abschreiben, denn gerade da kommt es ja auf Zuverlässigkeit an. Ansonsten könnten Sie probieren, das Laufwerk noch einmal von Grund auf neu zu partitionieren. Wenn Sie ein Linux (z. B. als bootfähige DVD) zur Verfügung haben und sich mit dessen Bedienung auskennen, können Sie auch probieren, die Partitionstabelle manuell zu löschen. Mit dem Kommandozeilen-Tool „dd“ können Sie die ersten 512 Byte mit Nullen überschreiben und damit auch den letzten Rest einer irgendwie vielleicht verwurschtelten Partitionierung entfernen. Aber Achtung, ein winziger Vertipper reicht aus und „dd“ überschreibt ohne Rückfrage ein anderes Laufwerk. Die Befehlszeile würde in etwa so aussehen, wobei Sie das Ziellaufwerk natürlich an Ihre Bedürfnisse anpassen müssen:

dd if=/dev/zero bs=512 count=1 of=ZIEL

Nach einem solchen Löschen sollten Sie mit Windows das Laufwerk neu formatieren können.

Zu guter Letzt bliebe noch die Option, das Laufwerk aus dem USB-Gehäuse auszubauen und direkt an den SATA-Port eines PC zu hängen. Dann können Sie mit Software-Tools den Smart-Status des Laufwerks auslesen. (bbe)

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