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Virtuelle CD ohne Installation

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Auf meinem USB-Stick trage ich einige ISO-Images mit mir herum, zum Beispiel von Windows Service Packs. Auf meinen eigenen Rechnern ist das Programm Virtual CloneDrive installiert, mit dem ich sie als Laufwerke einbinden kann. Auf Rechnern von Bekannten muss ich das immer erst installieren und nach Reparaturaktionen wieder deinstallieren. Gibt es nichts Vergleichbares, das ohne Installation auskommt?
Microsoft bietet das „Virtual CDRom Control Panel“ an, das auch den nötigen Treiber enthält (siehe Soft-Link). Er lässt sich über das Control Panel auf Mausklick ohne weitere Installation und Neustarts einbinden und wieder entfernen. Das Tool benötigt dafür jedoch auf jeden Fall Administratorrechte und funktioniert unter Windows XP, nicht aber unter Vista.

Zum Einbinden einer ISO-Datei sind einige Klicks nötig: Zunächst starten Sie das Programm VCdControlTool und klicken auf „Driver Control“. Nach „Install Driver“ klicken Sie sich zur Datei VCdRom.sys durch, die auch im Archiv steckte. Der nächste Klick ist „Start“, um den Treiber zu aktivieren. Nun können Sie mit „Add Drive“ ein neues virtuelles CD-ROM-Laufwerk anlegen und mit „Mount“ Ihre ISO-Datei einbinden. Wenn Sie sie nicht mehr brauchen, geht das Ganze umgekehrt: Eject, Remove Drive, Stop Driver, Remove Driver.

Wenn Sie nur einzelne Dateien aus dem Image extrahieren wollen, müssen Sie es nicht unbedingt als Laufwerk einbinden. Diesen Trick beherrschen nämlich auch etliche Archivprogramme, darunter zum Beispiel das Open-Source-Werkzeug 7-Zip, von dem es sogar eine portable Version für den USB-Stick gibt. (je [1])

Soft-Link [2]


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http://www.heise.de/-324208

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[1] mailto:je@ct.de
[2] https://www.heise.de/ct/08/12/links/168.shtml