Vorsicht vor OEM-Festplatten

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In den letzten Monaten haben sich wieder häufiger c’t-Leser bei uns gemeldet, denen im Einzel- oder Versandhandel Festplatten ohne Herstellergarantie verkauft worden sind. Prüfen Sie daher unmittelbar nach dem Kauf einer Festplatte deren Garantiestatus. Die Festplattenhersteller HGST, Seagate und WD pflegen dazu Online-Datenbanken, in die man die Seriennummer des jeweiligen Laufwerks einträgt; Sie finden diese über den c’t-Link.

Die Herstellergarantie ist eine freiwillige Leistung, die Gewährleistung hingegen eine gesetzliche Pflicht. Für Letztere ist der Händler der einzige Ansprechpartner. Nach 24 Monaten besteht kein gesetzlicher Anspruch mehr auf die kostenlose Reparatur von Mängeln.

Abgesehen von Toshiba geben Hersteller für ihre internen Festplatten 2, 3 oder 5 Jahre Garantie. Letztere gilt meistens nur für Laufwerke, die ausdrücklich für den Verkauf im Einzelhandel vorgesehen sind, und nicht für billigere OEM-Ware, die PC-Hersteller in Großpackungen kaufen. Solche auch als „Bulk“ bezeichnete Ware stammt manchmal aus Grauimporten; ihre Garantie gilt möglicherweise nur im Ausland.

Manche OEM- und Bulk-Festplatten sind auch schon älter, weil sie aus Überbeständen von PC-Herstellern stammen, die sie nach einer gewissen Lagerzeit an spezialisierte Zwischenhändler weiterverkaufen. Die Garantiefrist des Herstellers ist dann vielleicht schon abgelaufen. Nach unserer Auffassung müssten Einzelhändler deutlich darauf hinweisen, wenn sie OEM-Ware statt der etwas teureren Einzelhandelsprodukte verkaufen. (ciw@ct.de)

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