Vorsicht vor USB-Ramsch!

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¯ Sämtliche USB-Buchsen meines Notebooks sind tot, nachdem ich einen USB-Ventilator mit Leuchtschrift angeschlossen habe, den ich für 5 Euro direkt in China bestellt hatte. Kann ein solcher Lüfter den USB beschädigen?

¯ Ja, grundsätzlich schon. Wir haben einen vermutlich baugleichen USB-Ventilator an ein 5-Volt-Netzteil angeschlossen und mit dem Oszilloskop die Spannung gemessen. Dabei traten kurze Spannungsimpulse auf, von denen manche über 10 Volt lagen. Diese Impulse dauerten jeweils weniger als eine Mikrosekunde und transportieren deshalb vermutlich wenig Energie. Doch es mag sein, dass manche Notebooks und PCs diese hohen Störspannungen trotzdem nicht vertragen – USB arbeitet schließlich nur mit 5 Volt.

USB-Geräte zweifelhafter Herkunft sollten Sie daher nicht direkt oder zumindest nicht als Erstes an ein Notebook anschließen, denn bei Letzteren sind Reparaturen besonders teuer. Probieren Sie solche Geräte doch erst einmal an einem einfachen USB-Netzteil aus oder schalten Sie wenigstens einen Hub mit eigener Stromversorgung dazwischen.

Auch bei USB-Sticks sollten Sie Vorsicht walten lassen: Es gibt einerseits „BadUSB“-Sticks mit manipulierter Firmware, die Malware einschleusen kann (siehe c’t 18/14, S. 44). Andererseits gibt es „USBkill“-Sticks, die hohe Spannung an die Datenleitungen anlegen, um Geräte zu zerstören. Sie sollten also USB-Speicher unbekannter Herkunft nicht an Ihren PC anschließen. Wegen der Gefahr von Viren und Trojanern gilt das auch für andere Massenspeicher, also USB-Festplatten sowie SD- oder CF-Speicherkarten. (ciw@ct.de)

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