WLAN-Störung durch dynamischen CPU-Takt beseitigen

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Bei manchen Spielen verringert sich die WLAN-Datenrate meines Samsung-Notebooks 700Z7C unerklärlicherweise von 54 MBit/s auf teils unter 5 MBit/s – besonders extrem bei Path Of Exile. Ist dessen Fenster im Vordergrund, bricht die Übertragungsrate ein. Ist es im Hintergrund, dann steigt sie sofort wieder an. Gehe ich dagegen mit meinem USB-WLAN-Stick ins Internet, bleibt die Übertragungsrate konstant bei 54 MBit/s. Woran liegt das und wie behebe ich das?

Nicht nur bei Notebooks arbeiten Prozessoren seit Langem mit einem dynamischen Takt. Beispielsweise läuft er bei dem Core i7 3615QM Ihres Notebooks in 100-MHz-Schritten bis 3,3 GHz hoch. Dann kann entweder der Takt in der ersten Stufe von Turbo Boost (2,4 GHz) oder ein Vielfaches der Taktfrequenz (Oberwelle) in den Speedstep-Modi auf den Anfang des WLAN-Bandes fallen. Denkbar ist auch, dass Oberwellen aus dem CPU-Spannungswandler bei Lastsprüngen dorthin fallen.

Diese Abstrahlungen können die WLAN-Verbindung stören, wenn im Notebook Prozessor und WLAN-Modul oder Antennen zu nah beieinander liegen und Ihr Router am Bandanfang auf Kanal 1 arbeitet (2,402 bis 2,422 GHz, Mittenfrequenz 2,412 GHz). Um die Verbindung überhaupt zu halten, schalten beide Geräte nun die Datenrate herunter.

Stellen Sie Ihren Router probehalber auf Kanal 6 um (2,427 bis 2,447 GHz, Mittenfrequenz 2,437 GHz). Damit sollten die Datenrateneinbrüche ausbleiben. Geschickter wäre es noch, das Notebook im 5-GHz-Band anzubinden. Dazu muss allerdings Ihr Router parallel in beiden Funkbändern arbeiten können und das WLAN-Modul Dualband-fähig sein. (ea)

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