Zugriff auf Windows-Ordner verweigert

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In meinem User-Verzeichnis sehe ich Ordner, die „Eigene Dateien“, „Lokale Einstellungen“ und so weiter heißen, an deren seltsam blassen Symbolen kleine Pfeile kleben. Wenn ich einen davon öffnen will, verweigert mir Windows den Zugriff. Warum kann ich diese Ordner nicht öffnen?

Weil es keine Ordner sind, sondern bloß sogenannte symbolische Verknüpfungen auf andere Ordner, auf die Sie aber problemlos zugreifen können. „Eigene Dateien“ beispielsweise verweist auf „Eigene Dokumente“. Für eine Übersicht klicken Sie unter C:\Benutzer mit Umschalt+Rechtsklick auf den Ordner mit Ihrem Kontonamen und öffnen aus dem Kontextmenü den Menüpunkt „Eingabeaufforderung hier öffnen“. Der Befehl

dir /al

listet alle hier liegenden symbolischen Verknüpfungen mit ihren jeweiligen Zielen auf.

Gedacht sind diese Verknüpfungen für ältere Programme, die sich nicht an die üblichen Vorgaben halten und mit festen Pfaden arbeiten. Damit die nicht ins Stolpern geraten, gaukeln ihnen die Verknüpfungen die Existenz der Ordner mit den früher üblichen Namen vor. Als Folge kann ein Programm scheinbar erfolgreich eine Datei unter „Eigene Dateien\Test“ ablegen, die dann in Wirklichkeit unter „Eigene Dokumente\Test“ landet.

Dass Windows den Zugriff auf die Verknüpfung verweigert, soll verhindern, dass Programme, die den Füllstand der Platte messen, hier ins Stolpern kommen. Denn die würden sonst einmal den Inhalt von „Eigene Dokumente“ und einmal den von „Eigene Dateien“ erfassen, obwohl das derselbe ist.

Um das nachzuvollziehen, erstellen Sie unter „Eigene Dokumente“ einen Unterordner etwa namens „Test“ und tippen dann in die Adresszeile des Explorer ein:

C:\Users\<Kontoname>\Eigene Dateien\Test ein. 

Voilà: Es öffnet sich der leere Test-Ordner. Wenn Sie hier etwas ablegen, landet es nachprüfbar unter „Eigene Dokumente\Test“.

(axv@ct.de)

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