Agilo for Scrum: schlankes Werkzeug zur Umsetzung von Scrum

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Es gibt einen großen Markt an Werkzeugen zur Unterstützung agiler Vorgehensweisen. Sie lehnen sich vermehrt an die Projektmanagementtechnik Scrum an. Eines davon ist Agilo for Scrum der Berliner Firma Agile42, das hier auf die Einhaltung der drei Scrum-Rollen Product Owner, Scrum Master und Entwicklerteam überprüft wird.

Scrum ist der (nicht mehr ganz so) neue Stern am Himmel der Vorgehensmodelle im agilen Projektmanagement. Ein modernes Vorgehen, für das häufig leider nur antiquierte Werkzeuge zur Verfügung stehen. Excel oder Google Docs dominieren die Szene, und auch Whiteboards und Karteikarten helfen bei größeren Unternehmen oder verteilt arbeitenden Teams nicht weiter. Mit Agilo for Scrum (im Folgenden kurz "Agilo") steht ein Werkzeug zur Verfügung, das speziell für die Befriedigung der Bedürfnisse aller Beteiligten in einem Scrum-Projekt mit verteilten Teams konzipiert und entwickelt wurde und nicht wie viele andere Tools nur eine Scrum-Version einer bestehenden Software ist.

Agilo ist in zwei Versionen verfügbar: Agilo Open und Agilo pro. Letztere lässt sich 30 Tage uneingeschränkt nutzen und wird danach automatisch deaktiviert. Man kann aber problemlos mit der kostenfreien Agilo-Version weiterarbeiten. Ein Vergleich zeigt auf, welche Funktionen in welcher Version zur Verfügung stehen.

Nach dem Starten der Anwendung präsentiert sich einem eine angenehm aufgeräumte Oberfläche im Webbrowser mit Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Wer Agilo mit den Standardeinstellungen startet, hat ohne Login Zugriff auf folgende Bereiche:

  • das eingebaute Wiki
  • die Timeline
  • die Roadmap
  • die Ticketdatenbank
  • eine allgemeine Suchfunktion
Die Einstiegsseite von Agilo (Abb. 1)

Diese Funktionen stehen in der Hauptnavigationsleiste am oberen Bildschirmrand zur Verfügung (siehe Abbildung 1). Am linken Bildschirmrand befindet sich ein weiteres Navigationsmenü, das ohne Login spezielle Sichtweisen auf die Tickets und das Wiki bietet. Einigen Lesern dürften das Schriftbild und die angebotenen Funktionen bekannt vorkommen, denn Agilo basiert auf dem bekannten Open-Source-Projekt Trac.

Trac stellt die oben genannten Funktionen bereit. Die Timeline ist eine Art Historie. Jedes Ereignis, seien es etwa das Erstellen, die Modifikation und das Löschen eines Tickets sowie Commits im Versionskontrollsystem, findet sich hier mit einer Kurzbeschreibung. Die Ereignisse werden mit Hyperlinks in der Historie dargestellt, sodass man mit einem Klick auf der zugehörigen Detailseite landet, um weitere Informationen zu erhalten (siehe Abbildung 2).

Die Timeline in Agilo/Trac (Abb. 2)

Tickets sind eine Art Notiz, die für das Projekt relevant und nicht aus den Augen zu verlieren ist. Darum führt man sie in sogenannten Ticket- oder Issue-Tracking-Systemen. Der Kunde beschreibt im Allgemeinen Fehlermeldungen durch Tickets.

Um für ein Projekt relevantes Wissen allen Beteiligten zur Verfügung zu stellen, lässt sich das integrierte Wiki benutzen. Die Funktionen werden im weiteren Verlauf des Artikel im Kontext der jeweiligen Benutzerrolle betrachtet, sofern das Sinn ergibt. Das Scrum-Team kennt drei unterschiedliche Rollen, den Product Owner, den Scrum Master und das Entwicklerteam. Zu klären bleibt im Folgenden, wie Agilo diese Rollen unterstützen kann.