Android Studio als neue Standard-Entwicklungsumgebung

Fehlersuche

Kreative Jagd im Editor

Fehlersuche ist eine entscheidender Teil des Entwicklungsprozesses. Der Autor implementierte vor vielen Jahren eine Filter-Pipeline, die auf Gedeih und Verderb nur mit kleineren Datenmengen funktionieren wollte. Das Finden der Ursache nahm einige Zeit in Anspruch: Es lag im Endeffekt daran, dass das Freigeben von Ressourcen in einem Sonderfall unterblieb.

Strg + Shift + F7 hebt alle Austrittspunkte einer Methode blau hervor. Die Suche nach den Quellen bestimmter Exceptions lässt sich über dieselbe Tastenkombination bewerkstelligen, indem der Cursor über dem throws-Befehl steht.

Wer bestimmte Zeichenfolgen im Code sucht, drückt auf Strg + F. Nach der Eingabe des Suchstrings hebt der Editor relevante Passagen gelb hervor; F3 und Shift + F3 wechseln zwischen den einzelnen Resultaten.

Zu guter Letzt gibt es in der IDE drei spezielle Codegeneratoren, die sich auf das Erzeugen von Routinenskeletten spezialisiert haben. Das Drücken von Strg + O öffnet eine Liste aller in der Superklasse enthaltenen Funktionen und erzeugt auf Wunsch auch Methodenskelette samt @Override-Deklaration.

Alt + Einfg aktiviert einen Member-Generator, der Setter, Getter, Konstruktoren, toString()-Funktionen und anderen Standardelementen erzeugt. Fehlende Methoden eines Interfaces lassen sich per Strg + I nachträglich implementieren.

Lasst uns fauchen!

Bei der Arbeit an größeren Projekten hilft eine Ablage zum Zwischenspeichern aktuell nicht benötigten Codes. IntelliJ IDEA bildet sie über Scratches ab: Text- beziehungsweise Codedateien, die durch Strg + Shift + Alt + Einfg ins Leben gerufen werden.

Eine Liste der aktuell aktiven Scratches findet sich im Projektfenster, wenn es – wie in Abbildung 8 gezeigt – im Scratch-Auflistungsmodus ist.

Hier ist nur ein Scratch geöffnet (Abb. 8).