Catalyst: Web-Framework für Perl

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Die Begeisterung für Ruby on Rails hat auf andere Sprachen abgefärbt. Perl-Fans etwa können mit Catalyst schnell Webanwendungen entwickeln – samt Ajax-Funktionen.

Wer im letzten Jahr auch nur peripher mit Webentwicklung zu tun hatte, dürfte die allgemeine Begeisterung für Ruby on Rails (RoR) bemerkt haben. Bevor man deshalb loslegt und seine gewohnte Entwicklungsumgebung über den Haufen wirft, lohnt sich allerdings ein Blick auf das Angebot von MVC-Frameworks für altbekannte Sprachen. Python wartet mit Django auf, PHP versucht mit Cake wieder en vogue zu werden und Perl konkurriert mit Catalyst (s. Onlinequellen) um die Zuneigung der Entwickler.

Die Installation von Catalyst variiert je nach Betriebssystem zwischen trivial und aufwendig. Glücklich dürfen sich Benutzer von Debian Etch schätzen, denn sie bringt ein aptitude install libcatalyst-perl in den Genuss der aktuellen Version 5.700x. Nutzer anderer Linux- und Unix-Distributionen sollten auf den Standard-Mechanismus zurückgreifen: perl -MCPAN -e 'install Catalyst; install Catalyst::Devel' lädt das Catalyst-Modul von einem CPAN-Mirror und installiert es inklusive der Voraussetzungen. Unter Windows sieht die Situation weniger gut aus, insbesondere für Benutzer von Activestates Perl. Im Web gibt es eine detaillierte Beschreibung zur Umgehung von Schwierigkeiten (s. Onlinequellen).

Eine kleine Anwendung soll den Einsatz von Catalyst illustrieren. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Funktionen bereitzustellen, sondern den normalen Entwicklungsprozess in den Vordergrund zu rücken. Als Beispiel dient ein Online-Tagebuch mit etwas Ajax-Beiwerk. Die fertige Anwendung liegt als Tarball auf dem iX-Listingserver. Nach dem Entpacken installiert perl Makefile.PL && make alle fehlenden Module und Catalyst-Komponenten.