Das erste zertifizierte Open Source OSEK/VDX: Erika Enterprise

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Kleine Plattformen für die Embedded-Entwicklung verbreiten sichzunehmend. Bei vielen davon kommt Linux als Embedded-Betriebssystem eine Rolle. Darüber hinaus spielen die klassischen Embedded-Betriebssysteme immer noch eine starke Rolle. Im Automotive-Bereich ist das zum Beispiel. OSEK/VDX.

Die frei verfügbaren Spezifikationen definieren den OS-Kern, Kommunikation, Netzwerkmanagement und eine Konfigurationssprache (OIL), aus der C-Files generiert werden, die dann mit dem Applikationscode und den Betriebssystem-Libraries verlinkt werden.

OSEK/VDX-konforme Implementierungen werden von den bekannten Herstellern im Automotive-Umfeld angeboten. Daneben gibt es auch einige Open-Source-Initiativen wie FreeOSEK, Trampoline, openOSEK und nxtOSEK/JSP (für Lego Mindstorms), die eine OSEK/VDX-API anbieten, aber aufgrund der fehlenden Zertifizierung den Namen nur indirekt verwenden können. Dabei unterstützen die Projekte unterschiedlichste Plattformen und werden teilweise nicht weiterentwickelt.

ERIKA Enterprise dagegen hat die Zertifizierung für die Implementierung auf einem TI-Stellaris-ARM-Cortex-M4-Prozessor durchlaufen und wirbt damit, dass es die erste zertifizierte Implementierung bereitstellt. Die Zertifizierung bezieht sich dabei jeweils auf eine konkrete Hardware-Plattform und kann nicht einfach direkt auf die anderen unterstützten Plattformen übertragen werden. Diese umfasst diverse Prozessoren (ARM, Atmel, Infineon, Renesas, Microchip) und Hardware-Boards in verschiedenen Preisklassen.

Paolo Gai, der CEO von Evidence – der Firma hinter ERIKA Enterprise –, empfiehlt für Interessierte unterschiedliche Boards zum Einstieg:

  • Für den Cortex M3-M4 das STM32 Discovery-Kit, das auch im Real-Time-System Laboratory in Pisa eingesetzt wird. Zudem soll es bald eine Unterstützung für den Arduino Due geben, und eine virtuelle Maschine mit der vorinstallierten Werkzeugkette ist in Arbeit.
  • Für Microchip dsPIC: das Easylab-Kit, für dass es bei ERIKA Enterprise eine Unterstützung der ScicosLab-Codegenerierung gibt. Damit kann die Software in Form von Blockdiagrammen spezifizieren.
  • Und für PIC32 das Seed-Eye für diejenigen, die an Bilderfassung und -verarbeitung, USB und Ethernet interessiert sind.

Weitere Informationen finden sich auf der Projekt-Homepage.