Das war das .NET-Jahr 2007 - Das passiert bei .NET in 2008

Der Dotnet-Doktor  –  1 Kommentare

Das war das .NET-Jahr 2007

Das Jahr 2007 begann mit der Veröffentlichung von ASP.NET AJAX im Januar. Dass dieses Produkt ursprünglich einmal erst später zusammen mit .NET 3.5 erscheinen sollte, merkte man an zahlreichen Schwächen, z. B. dem Cross-Domain-Frameset-Problem und den sich überlagernden Steuerelementen.

Im März gab es die Beta 1 von .NET 3.5 und Visual Studio 2008.

Im Mai hat Microsoft völlig überraschend die für den Oktober geplante Professional Developer Conference (PDC) 2007 abgesagt.

Auf der TechEd US im Juni hat Microsoft dann die Produktnamen verkündet, die eigentlich jeder schon vorher kannte: Visual Studio 2008 und Microsoft SQL Server 2008. Außerdem gab es dort die Ankündigung zur Visual Studio Shell.

Im Juli kam die Beta 2 von .NET 3.5 und Visual Studio 2008.

Im August war wie immer gar nichts los, und ich konnte Urlaub machen.

Im September ist Silverlight 1.0 erschienen.

Seit dem 1. 10. bietet Microsoft mit Software Licensing and Protection Services eine (zugekaufte) Lösung zum Schutz von .NET-Anwendungen gegen Dekompilierung.

Sehr überraschend hat Microsoft im Oktober verkündet, den Quellcode weiterer .NET-Bibliotheken offenzulegen. Gar nicht so überraschend kam die Ankündigung eines neuen SOA-Application-Server-Produkts: Codename Oslo. Bisher gibt es noch nicht mehr als ein paar Floskeln, die suggerieren könnten, dass Oslo alle Kommunikations- und Integrationsprobleme dieser Welt löst.

Im November war die erholsame TechEd Europe ohne große Neuankündigungen (abgesehen von der PowerShell 2.0). Am 19. 11. ist dann – ohne vorherige Beta 3 oder öffentlichen RC – die endgültige Version von .NET 3.5 und Visual Studio 2008 auf den Redmonder Webservern erschienen.

Zum Jahresabschluss gab es dafür direkt wieder mehrere neue Alpha- und Beta-Versionen:

Das passiert bei .NET in 2008

Am 28. 2. 2008 ist die offizielle Markteinführung von Windows Server 2008, Visual Studio 2008 und SQL Server 2008. Visual Studio 2008 wird dann schon seit drei Monaten auf den Entwicklerrechnern produktiv und SQL Server 2008 dann noch gar nicht fertig sein.

Im Februar knubbeln sich die .NET-Großveranstaltungen in Deutschland:

Mitte 2008 soll es ein Service Pack/Extension Pack für .NET 3.5 geben, das von seinem Umfang eher ein ".NET 3.7" wäre. Enthalten sein werden zumindest das ADO.NET Entity Framework und die ASP.NET 3.5 Extensions. Erst später dann wird auch Silverlight 2.0 erscheinen.

Im Oktober hält Microsoft dann die im letzten Jahr abgesagt PDC in Los Angeles. Was kann man von da erwarten? Sicherlich wird es Alpha-Versionen zu sehen (und zum "Rumspielen") geben von:

  • .NET 4.0 und Visual Studio "Hawaii" – wobei ich gehört habe, der Codename sei schon wieder obsolet. Hawaii liegt vielleicht doch etwas weit weg von Orcas?
  • Oslo
  • und dem nächsten "Windows 7" (auch bekannt als "Vienna" und ganz früher mal als "Blackcomb"). Ob Microsoft endlich .NET bei der Programmierung des Betriebssystems einsetzen wird? Wenn sie es jetzt nicht tun, werden Sie unglaubwürdig!

Ich bin gespannt. Insbesondere auch, wie viele Entwickler diese schnellen Produktzyklen mitmachen werden. Es gibt immer mehr Stimmen wie diese: "Microsoft should slow down .NET development. People aren't having enough time to learn the new features and port their software." [Quelle]