Der C++ Programmierer

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Ulrich Breymann

Der C++ Programmierer: C++ lernen – Professionell anwenden – Lösungen nutzen
München 2009
Carl Hanser Verlag
963 Seiten
49,90 Euro
ISBN 978-3446416444

Obwohl C und C++ schon einige Jahre auf dem Buckel haben, gehören sie immer noch zu den wichtigen Programmiersprachen. Gerade bei systemnahen Projekten oder eingebetteten Systemen führt kaum ein Weg an ihnen vorbei. Der Nachteil von C++ ist allerdings unwiderlegbar die große Komplexität, die die Sprache mit ihren mannigfaltigen Möglichkeiten mit sich bringt.

Ulrich Breymann hat mit "Der C++-Programmierer" den Versuch gestartet, auf der Basis seiner früheren, ebenfalls bei Hanser verlegten C++-Einführung ein umfassendes und der mächtigen Programmiersprache angemessenes Grundlagenwerk zu schreiben. Auf knapp 1000 Seiten bringt der Autor alle wichtigen Aspekte von C++ unter: Die ersten Kapitel behandeln kurz die Grundlagen zu Datentypen, Schleifen, Ein- und Ausgabe, Funktionen, Namensräumen und Parameterübergabe. Weitere Abschnitte gehen auf die Objektorientierung der Sprache ein und geben eine hervorragende Einführung in Zeiger und Adressen. Anschließend thematisiert Breymann die Behandlung von Fehlern, das Überladen von Operatoren, reguläre Ausdrücke, Threads und Dateien.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Grundpfeilern komplexer Anwendungen, darunter grafische Benutzeroberflächen mit Qt sowie Internet- und Datenbankanbindung. Der dritte zeigt, welche Methoden und Werkzeuge bei der Entwicklung großer Softwareprojekte helfen können. Hierzu zählen Makefiles, Unit-Tests, Dokumentation mit Doxygen und Versionskontrolle mit Subversion. Im vierten Teil gibt Breymann viele typische Rezepte. Der abschließende fünfte Teil beschreibt alle wichtigen Facetten der C++-Standardbibliothek.

Brillieren kann das Buch vor allem dadurch, dass es dem Leser alle im professionellen Umfeld notwendigen Hilfsmittel zurechtlegt. So beschränkt sich Breymann nicht auf die typischen C++- Spracheigenschaften, sondern setzt gekonnt auf die STL sowie die Boost-Bibliotheken und zeigt, wie Versionskontrolle, Build-Prozesse, Tests und Dokumentation die typische Entwicklungsarbeit vervollständigen. Die Sprache ist verständlich und kurzweilig, die zahlreichen Codebeispiele sind gut gewählt und erklärt. (ane)

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