Die Werkzeugkiste #2: Container und Serverless: Was kann Knative?

Fazit

Es dauert wohl noch eine Weile, aber Serverless Computing wird eine neue Dimension von Anwendungsarchitekturen ermöglichen. Durch die Entwicklungen im IoT-Umfeld (Internet der Dinge) könnte das Serverless-Konzept Schwung bekommen. Denn gerade Sensoren sind meist nicht besonders stark bei der Verarbeitung von Daten – was sie ja nicht unbedingt sein müssen – können ihre Daten aber an Funktionen absetzen. Diese übernehmen dann die Datenaggregation, das Daten-Filtering oder Ähnliches. Der Vorteil: Funktionen lassen sich horizontal beliebig skalieren. Wenn beispielsweise Millionen von Autos geografisch verteilt riesige Mengen an Daten generieren, könnten unterschiedliche Rechenzentren sie flexibel entgegennehmen: je nachdem, welches Rechenzentren gerade örtlich am nächsten liegt oder welches derzeit die benötigten Kapazitäten zum besten Preis bietet.

Derzeit gleicht der Weg hin zu Serverless eher einem Weg ins Public-Cloud-Chaos. AWS Lambda oder Microsofts Azure Functions, um nur zwei der Tools für Serverless-Architekturen zu nennen, sind kaum miteinander integrierbar. Die Migration zwischen den Clouds ist nur schwer möglich. Unternehmen sind jedoch besser beraten, wenn sie sich nicht von einem einzigen Provider abhängig machen und dürften deshalb daran interessiert sein, die Migrationsfähigkeit und somit die Flexibilität zwischen unterschiedlichen Rechenzentren zu erhalten. Knative will genau diese Abstraktionsebene sein. (bbo)

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Jürgen Hoffmann
ist Senior Manager für Platform Architecture bei Pivotal.