Die jungen Wilden: Fabian Gosebrink

In der heise-Developer-Serie "Die jungen Wilden" interviewen wir in regelmäßigen Abständen junge Entwickler, die in der Community aktiv sind und bereits erste Konferenzerfahrungen gesammelt haben. Nachdem Manuel Rauber ihn sich gewünscht hatte, dürfen wir heute Fabian Gosebrink begrüßen.

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Die jungen Wilden: Fabian Gosebrink
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heise Developer: Hallo Fabian! Stell dich doch bitte kurz einmal vor.

Fabian Gosebrink: Mein Name ist Fabian Gosebrink und ich bin Software-Consultant und Trainer. Nach meinem Studium 2011 (Bachelor in "Kommunikations- und Softwaretechnik", Master in "Systems Engineering") bin ich in die Schweiz gezogen und habe mittlerweile meine eigene Firma. Nebenbei versuche ich, mich in die .NET-Community einzubringen, spreche auf Meetups und Konferenzen oder organisiere selbst eine, beispielsweise den .NET-Day in der Schweiz.

Fabian Gosebrink

heise Developer: Seit wann programmierst du?

Gosebrink: Die ersten Zeilen waren damals mit QBasic. Das war auf der Windows-95-CD mit dabei. Damals programmierte ich ein "Spiel", bei dem der Computer sich eine zufällig generierte Zahl "ausdachte" und ich musste sie erraten. Dann hat mein Programm mir gesagt, ob mein Versuch zu hoch oder zu tief war. Das muss so 1996 gewesen sein.

heise Developer: Wie kam es dazu? Wie war dein beruflicher Werdegang?

Gosebrink: Mich hat der Computer schon früh interessiert. Ich habe wie erwähnt damals einfach mal angefangen, um auszuprobieren, wie sich das anfühlt. Und es hat Spaß gemacht! Dann habe ich in der Schule nachmittags die Informatik AG besucht – meine Eltern haben mich dahingehend auch immer gefördert. Ich durfte immer den PC meines Vaters benutzen, habe aber jedes Mal alles dermaßen verstellt, dass er nicht mehr arbeiten konnte. Ich hatte schnell einen eigenen PC (486 DX2-66 MHz) und konnte rumspielen. Mit Turbo Pascal habe ich in der Schule weitergemacht, und im Studium kamen Java und C++ dazu. Privat bin ich aber zunehmend in die .NET-Ecke gewandert, da .NET kein Teil des Studiums war. Das Web und ASP.NET haben mich viel mehr interessiert, als mit Konsolenapplikationen zu arbeiten. In meinem ersten Job habe ich ebenfalls ausschließlich im .NET-Umfeld gewerkelt. Vor einem Jahr habe ich meine eigene Firma Offering Solutions Software gegründet und schule, berate und entwickle nun für Kunden in der Schweiz alles rund um .NET und Web-Themen mit Angular.

heise Developer: Auf welchen Bereich der Softwareentwicklung hast du dich spezialisiert?

Gosebrink: Ich habe mich auf die Webentwicklung fokussiert, Front- und Backend, speziell auf AngularJS/Angular und ASP.NET beziehungsweise ASP.NET Core.

heise Developer: Warum findest du dieses Thema so spannend?

Gosebrink: Das hat mehrere Gründe. Zum einen passiert immer wieder etwas Neues. Das Web ist meiner Meinung nach ein extrem dynamischer und ebenso omnipräsenter Teil. Man hat nie ausgelernt. Es ist gibt fast jeden Tag neue Sachen zu entdecken, und es wird niemals langweilig. Weiter gibt es wahnsinnig viele Möglichkeiten und Richtungen, in die man mit Webtechnologien gehen kann. Cross-Plattform-Entwicklung, Progressive Web Apps, reine Webapplikationen, die ebenfalls eine recht große Architektur haben können, Patterns, Best Practices – allein die Build-Tools im JavaScript-Umfeld haben sich stark gewandelt in den letzten Jahren. Das ist alles äußerst spannend mitzuverfolgen.

heise Developer: Welche Softwarethemen faszinieren dich abgesehen davon im Moment besonders?

Gosebrink: Ich finde neben den angesprochenen Themen alles rund um die HoloLens und Mixed Reality interessant. Das ist ein Thema, bei dem ich Demos ohne Ende schauen könnte. Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, fallen mir neue Anwendungsgebiete ein: Medizin, Handwerk, Architektur etc. Da steckt ein wahnsinniges Potenzial drin. Ein wirklich faszinierendes und weites Feld.

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