Die jungen Wilden: Joy Clark

In der heise-Developer-Serie "Die jungen Wilden" interviewen wir in regelmäßigen Abständen junge Entwickler, die in der Community aktiv sind und bereits erste Konferenzerfahrungen gesammelt haben. Dieses Mal dürfen wir Joy Clark begrüßen.

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Die jungen Wilden: Joy Clark
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heise Developer: Hallo, Joy! Stell dich doch bitte kurz einmal vor.

Joy Clark: Mein Name ist Joy Clark und ich bin IT-Beraterin. Ich habe 2016 meinen Master in Informatik an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf gemacht und seitdem arbeite ich für innoQ.

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Joy Clark (Bild: innoQ)

heise Developer: Seit wann programmierst du?

Clark: Ich habe mit 17 mein erstes Programm geschrieben. Man hat mir Python als erste Programmiersprache empfohlen, also habe ich ein Tutorial im Internet absolviert. Mir hat es Spaß gemacht, aber ich habe nachher ziemlich schnell alles vergessen.

heise Developer: Wie war dein beruflicher Werdegang?

Clark: Ich wollte immer Maschinenbauingenieur werden – wie mein Vater. Ich habe aber einen Kurs gemacht und musste feststellen, dass das nicht wirklich meins war, da ich zu viel Physik hätte machen müssen. Mein Vater hat mich dann aber ermutigt, mir Informatik anzuschauen, und ich habe mich deswegen für einen Java-Kurs angemeldet. Als ich mein erstes Programm kompiliert und ausgeführt habe, hatte ich mein Aha-Erlebnis. Ich hatte schon so oft Programme heruntergeladen und ausgeführt. Das Gefühl, selbst ein Programm zu erstellen, das auch auf einem anderen Computer laufen würde, fand ich großartig.

heise Developer: Auf welchen Bereich der Softwareentwicklung hast du dich spezialisiert?

Clark: Während meines Studiums habe ich sehr viele Interpreter geschrieben und habe auch formale Methoden verwendet. Jetzt konzentriere ich mich auf Webanwendungen. Es gibt noch sehr viele Bereiche, die ich mir auch gerne anschauen würde, aber es fehlt die Zeit.

heise Developer: Warum findest du Webanwendungen so spannend?

Clark: Webanwendungen finde ich vor allem spannend, weil sie so weitverbreitet und auch so nützlich sind. Ich finde die Architektur des Web sehr elegant und nehme es gerne als Plattform für meine Anwendungen.

heise Developer: Welche Softwarethemen faszinieren dich abgesehen davon im Moment besonders?

Clark: Ich liebe funktionale Programmierung. Meine Lieblingssprache ist Clojure. Ich finde auch Sicherheit ein sehr wichtiges und herausforderndes Thema. Ich lerne auch gerne CSS und liebe Flex-Box und Grid Layout. Was die eigentliche Entwicklung von Software angeht, finde ich die Ansätze in Domain Driven Design sehr spannend. Damit kann man sich auf die Fachlichkeit konzentrieren und stellt sicher, dass die richtigen Probleme gelöst werden.

heise Developer: Wann warst du auf deiner ersten Konferenz als Teilnehmerin? Wann als Sprecherin?

Clark: Meine erste Konferenz war die FrOSCon, als ich noch Studentin war. Ein paar Jahre später bin ich wieder hingefahren und habe meinen ersten Talk als Sprecherin gehalten.

heise Developer: Was gefällt dir besonders an der Community?

Clark: Ich liebe den Austausch mit anderen Leuten. Man lernt immer wieder neue Dinge und neue Perspektiven kennen.

heise Developer: Wie wirst du als junger Mensch vom Publikum aufgenommen?

Clark: Bis jetzt hatte ich super Erfahrungen. Mir macht es persönlich Spaß, vor allem, wenn das Thema mich begeistert. Bei jedem Vortrag versuche ich, den besten zu halten, der mir möglich ist. Solange mir das gelingt, bin ich zufrieden. Ich glaube einfach, dass, wenn ich glücklich bin, alle Teilnehmer es wahrscheinlich auch sind.

heise Developer: Was würdest du jungen Entwicklern für ihren Werdegang empfehlen?

Clark: Nie mit dem Lernen aufzuhören .

heise Developer: Wovon würdest du abraten?

Clark: Eine Arbeitsstelle anzunehmen, die dir keine Gelegenheiten gibt, dich weiterzubilden. Man soll auch meiner Meinung nach Arbeitsstellen vermeiden, die viele Überstunden von dir verlangen.

heise Developer: Was machst du, wenn du nicht gerade programmierst?

Clark: Ich gehe sehr oft zu Meetups. Ansonsten treffe ich mich sehr oft mit Freunden. In der wenigen Zeit, die übrig bleibt, lese ich, schaue fern, mache Yoga oder jogge. Und ich höre auch sehr gerne Podcasts. Ich mache auch gerne Sketchnotes bei Konferenzen und Meetups. Wer sich dafür interessiert, kann gerne auf meine Twitter-Seite oder meinen Blog schauen.

heise Developer: Wen würdest du gerne in dieser Interviewreihe sehen?

Clark: In der Clojure-Community sind sehr viele großartige Menschen unterwegs. Ich fände es großartig, wenn ihr Malwine interviewen könntet, da sie bestimmt eine großartige Perspektive für die Serie mitbringen könnte.

heise Developer: Ein paar eigene Worte zum Schluss?

Clark: Vielen Dank, dass ich diese Gelegenheit hatte! Ich habe fast alles gesagt, was ich sagen wollte. Hört nie auf zu lernen und habt Spaß!

Du bist selber ein junger Entwickler oder kennst jemanden, von dem du gerne ein Interview in dieser Serie lesen würdest? Schreib uns doch einfach eine E-Mail. Wir freuen uns auf deinen Vorschlag!

In der nächsten Ausgabe erwartet euch ein Interview mit Madeleine Neumann.

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