Die jungen Wilden: Ute Mayer

In der jüngsten Ausgabe der jungen Wilden erzählt Ute Mayer, wer die Rails Girls Berlin sind und wie sie gezielt Entwicklerinnen fördern.

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Die jungen Wilden: Ute Mayer

In der heise-Developer-Serie "Die jungen Wilden" interviewen wir in regelmäßigen Abständen junge Entwickler, die in der Community aktiv sind und bereits erste Konferenzerfahrungen gesammelt haben. Heute dürfen wir Ute Mayer begrüßen.

heise Developer: Hallo Ute! Stell dich doch bitte kurz einmal vor.

Ute Mayer

Ute Mayer: Ich arbeite seit 2015 als Webentwicklerin bei innoQ und studiere berufsbegleitend Medieninformatik. Der Bachelorabschluss ist für 2018 geplant.

heise Developer: Seit wann programmierst du?

Mayer: Mein erstes Programm in Basic habe ich im Alter von 10 Jahren zusammen mit meinem Vater geschrieben. Das war lustig und hat Spaß gemacht, aber so richtig gepackt hat es mich erst, als ich Mitte der 90er-Jahre das Internet entdeckt habe.

heise Developer: Wie war dein beruflicher Werdegang?

Mayer: Nach dem Abitur habe ich mich zunächst anderen Naturwissenschaften, Chemie und Pharmazie zugewandt und mein Interesse an Computern vorerst nur im Privaten verfolgt. 2013 entschied ich mich für einen Karrierewechsel und ein berufsbegleitendes Studium der Medieninformatik. Ich habe diese Entscheidung nie bereut. Ganz im Gegenteil.

heise Developer: Auf welchen Bereich der Softwareentwicklung hast du dich spezialisiert?

Mayer: Obwohl ich in meinem Berufsalltag sowohl mit Frontend- also auch mit Backend-Entwicklung zu tun habe, schlägt mein Herz definitiv für das Frontend (außer JavaScript). Neben Themen wie UX und Accessibility lege ich meinen Schwerpunkt auf die Entwicklung gut wartbarer CSS-Architekturen, was gerade bei größeren Webanwendungen eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Der Benutzer einer Webanwendung sieht und interagiert mit dem Frontend. Doch nicht jeder Nutzer hat dieselben Fähigkeiten oder dieselbe Hardware. Als Webentwickler muss man heute viele Faktoren bei der Gestaltung und Umsetzung des Frontends mit einbeziehen. Eine Webanwendung soll für Screenreader zugänglich sein und Menschen mit Sehschwächen oder Problemen mit der Farbwahrnehmung nicht ausschließen. Sie soll auf allen möglichen mobilen Geräten funktionieren und natürlich auch bei schlechtem Mobilfunknetz benutzbar sein.

All diese Themen werden immer anspruchsvoller und bleiben damit für mich spannend und wichtig.

heise Developer: Warum findest du das Frontend so spannend?

Mayer: Frontend-Entwicklung vereint für mich zwei Leidenschaften: Zum einen den visuellen Aspekt, der mit der Freude an der Umsetzung ansprechender Oberflächen einhergeht. Auf der anderen Seite steht die Freude an der Softwareentwicklung.

heise Developer: Welche Softwarethemen faszinieren dich abgesehen davon im Moment besonders?

Mayer: Die meisten Themen, für die ich mich interessiere, fallen in meinen Schwerpunktbereich. Styleguides, Pattern Libraries, Design Systems, DesignOps sind Themen, die mich aktuell interessieren. Darüber hinaus finde ich auch DevOps spannend.

heise Developer: Wann warst du auf deiner ersten Konferenz als Teilnehmerin? Wann als Sprecherin?

Mayer: Das war 2009 auf der FrOSCon. Dort habe ich 2014 dann auch meinen ersten Talk gegeben. Seitdem spreche ich sporadisch auf Meetups und Konferenzen, wenn es sich thematisch anbietet.

heise Developer: Was gefällt dir besonders an der Community?

Mayer: Ich schätze den Austausch und die Inspiration, die ich durch Gespräche mit anderen Leuten bekomme. Gerade die Ruby-Community habe ich als wunderbares Beispiel für Hilfsbereitschaft und Offenheit kennen gelernt.