Die "mobile Denkfabrik" stellt sich vor

Die mobile Denkfabrik  –  1 Kommentare

Die Entwicklung der Handcomputer ist eine Erfolgsgeschichte, die zumindest im Bereich der Informatik ihresgleichen sucht. Noch vor wenigen Jahren war ein PDA der hundertprozentige Garant für soziales Outing – sein Besitzer ist zumindest ein Angeber, viel wahrscheinlicher aber ein gefährlicher und dringend therapiebedürftiger Internetsüchtiger.

Wie so oft war es auch im Bereich der Handys so, dass die normierende Kraft eines kapitalstarken Unternehmens enorme Macht ausübt. In unserem Fall kam die Normierung aus einer in Cupertino ansässigen Anwaltskanzlei mit angeschlossener Computerfertigung – nach dem iPhone galt es als cool, ein Smartphone zu besitzen.

Diese Ausbreitung der Anwenderschicht hatte empfindlichen Einfluss auf den Handcomputerbereich. Dominierten anfangs "sophisticated users", übernahmen nun weniger technisch interessiere Anwender die Vorherrschaft. Das wirkte sich in vielerlei Hinsicht auf die Anwendungsentwickler aus: Viele ehemals profitable Geschäftsmodelle wurden quasi über Nacht unrentabel, während neue Systeme der Gewinnerzielung rapide in den Vordergrund drängten.

Ich verfolge den Mobilmarkt seit den Zeiten des Palm IIIc. Seitdem habe ich die Branche sowohl als Consultant als auch als Anwendungsentwickler und Autor begleitet. In diesem Blog hoffe ich, ein wenig von meiner Erfahrung weiterzugeben. Ab sofort finden Sie hier in unregelmäßigen Abständen Kommentare und Nachrichten zu Themen, die für Entwickler mehr oder weniger interessant sind. Dabei geht es nicht immer nur um Neuvorstellungen – in einem interdisziplinären Feld wie der Handcomputertechnik ist es oft reizvoll, über den Tellerrand hinauszusehen.

Deshalb werden hier mit Sicherheit auch Themen wie Benutzerfreundlichkeit, Psychologie und Haptik eine Rolle spielen. Hier und da empfehle ich mit Sicherheit auch ein Buch oder einen Kongress, der meines Erachtens nach für alle von Interesse ist.

Zu guter Letzt – hier steht Eldar Murtazin Pate – hoffe ich, ihnen allwöchentlich eine "Birulky-Liste" anbieten zu können. Dabei handelt es sich um Meldungen, deren Publikation als voller Post meinen Verleger bankrottieren würde. Da sie aber zu interessant sind, um unter den Tisch zu fallen, präsentiere ich sie in diesen Posts "en bloq".

Damit sind Sie am Ball. Bitte teilen Sie mir mit, was Sie hier gerne sehen würden und was Ihnen nicht gefällt.

Der Mobilist – aka Tam Hanna