Effektive Spielemonetarisierung

Die mobile Denkfabrik  –  0 Kommentare

Dröge In-App-Purchasing-Orgien sind so alt wie die Idee des IAPs. Manchmal trifft man trotz allem auf Spiele, die ihre Nutzer auf eine besonders intelligente Art und Weise um Kleingeld erleichtern.

Das von SNK PlayMore vertriebene Metal Slug Defense ist für all jene, die mit dem Universum aufgewachsen sind, ein Must-have. Neben den kostenlosen Einheiten bietet SNK auch einige Soldaten an, die nicht ohne Weiteres frei spielbar sind.

Dieser kleine blaue Mann sorgt für IAP-Käufe

Vor einigen Wochen erfreute das Unternehmen seine Nutzerschaft mit einem Update, das unter anderem den in der Abbildung gezeigten blauen Soldaten mitbrachte. Der unscheinbare Geselle hat die unangenehme Eigenschaft, eigentlich nur durch Seinesgleichen verwundbar zu sein.

Wer Metal Slug Defense im Internet spielt, war dadurch mehr oder weniger zum Kauf verpflichtet. Dank des geringen Preises und der theoretischen Freispielbarkeit ärgerte sich die (zugegebenermaßen loyale) Community nur wenig: Die Mehrheit der Spieler freute sich darüber, mit dem blauen Männchen auf nicht vorbereitete Gegner loszugehen.

Ich bin an dieser Stelle – wie schon so oft – bei der Frage nach der Schaffung von Werten angelangt. Nutzer sind immer dann zahlungswillig, wenn ihnen das Produkt auf die eine oder andere Art einen Mehrwert bietet. Die effiziente Ausnutzung dieses Verhaltens ist und bleibt der einzige Weg zu langfristigen Monetarisierungserfolgen: Kurzfristige psychologische Kniffe führen maximal zu Ärger mit dem Office of Fair Trading.