Es gibt nichts Neues zu sagen - Microsoft verschiebt Professional Developer Conference (PDC) 2007

Der Dotnet-Doktor  –  1 Kommentare

Die Professional Developers Conference (PDC) ist die wichtigste Entwickler-Veranstaltung der Firma Microsoft. Die PDC findet in unregelmäßigen Abständen nur in den USA statt, wenn es bei Microsoft größere Neuenwicklungen gibt. Auf der PDC stellt die Firma kommende Technologien zu einem sehr frühen Zeitpunkt vor.

Die für die erste Oktoberwoche geplant PDC 2007 hat Microsoft nun diese Woche recht kurzfristig abgesagt, mit der Begründung, dass die kommenden Technologien "Katmai" (SQL Server 2008/2009) und "Orcas" (.NET 3.5/Visual Studio 2008) sowie Silverlight bis dahin schon in Beta-Versionen vorliegen werden. Da dies aber schon lange vorher klar war, heißt es im Umkehrschluss, dass die eigentlich für die PDC geplanten Neuankündigungen hinter dem Zeitplan hinterherhinken.

Mögliche Themen für die PDC wären Windows "Fiji" (Vista-Nachfolger), .NET "Hawaii" (.NET 4.0) oder der auf der TechEd 2006 erstmals erwähnet neue .NET Application Server (siehe mein Beitrag "APIs aus der Steinzeit" in iX 1/2007) gewesen.

Diese Verschiebung wird Microsoft eine Menge Geld gekostet haben, da das Konferenzzentrum in LA lange im Voraus gebucht war und die Vorbereitungen schon auf Hochtouren liefen. Nicht wenige Leute werden schon einen Flug gebucht haben, da sich auf der PDC traditionell alle wichtigen Multiplikatoren im Microsoft-Umfeld treffen. Ein neuer Termin für die PDC steht noch nicht fest.

Ich bin übrigens (aus fachlichen Gesichtspunkten) gar nicht so undankbar, denn es könnte bedeuten, dass sich die in den letzten Jahren immer schneller laufende Produktion neuer Anwendungen bzw. neuer Versionen doch wieder etwas verlangsamt und sowohl IT-Leiter als auch Entwickler mal etwas Zeit zum Durchatmen bekommen.