Explizite Typangaben in Python: Segen oder Fluch?

Fazit

Es gibt Argumente die für Typinformationen in Python sprechen, während andere zeigen, dass sie eher vom "Pythonic Way of Life" wegführen.

Unter dem Strich sind einige Vorteile zu nennen:

  • Durch Type-Checking reduzieren sich die Laufzeitfehler.
  • Mit Typinformationen lassen sich Bugs schneller finden. Sie verbessern die Wartungsfähigkeit.
  • Das Laufzeitverhalten ändert sich dank der Prüfung im Vorfeld nicht.

Gegen die Typinformationen sprechen ebenfalls ein paar Argumente:

  • Der Quellcode sieht nicht mehr aus wie herkömmliches Python. Daher müssen sich erfahrene Entwickler umgewöhnen.
  • Typinformationen (Type Hints) sind erst ab Version 3.6 sinnvoll.
  • Alle verwendeten Module und Bibliotheken brauchen ebenfalls Typinformationen.

Wer mit aktuellen Python-Versionen arbeitet, verbaut sich nichts durch zusätzliche Typinformationen. Entwickler können anfangen, ein Programm wie gewohnt mit dynamischer Typisierung zu entwickeln und später oder an komplexen Stellen zusätzliche Typinformationen hinzufügen. Sie können für sich entscheiden, ob sie den klassischen Weg beibehalten oder davon abweichen und Type Hints verwenden, wenn sie im aktuellen Projekt sinnvoll sind. (rme)

Gerhard Völkl
ist auf dem Weg des Python Ninja unterwegs. Die restliche Zeit arbeitet er als IT-Journalist und Softwareentwickler.