Firefox OS 1.2 ist wichtig

Die mobile Denkfabrik  –  0 Kommentare

Der österreichische Mozilla-Representant Sören Hentzschel betont in einem Blog-Post, dass die meisten Hersteller Firefox OS 1.2 überspringen und ihren Kunden nur die Version 1.3 anbieten möchten. Dies stellt aus mehreren Gründen ein mittleres Desaster für Mozilla dar.

3D-Spiele

Wer unter Firefox OS 1.1 programmiert, kann keine dreidimensionalen Spiele erstellen. Die API mag zwar vorhanden sein, bietet aber keine realistisch nutzbare Performance. Firefox-OS-Smartphones werden normalerweise nicht in Staaten verkauft, in denen es "keine anderen Handys gibt". Das bedeutet, dass die Benutzer bei ihren Kollegen dreidimensionale Spiele sehen und diese auch gerne hätten. Eine auf 2D beschränkte Plattform kann in so einem Markt nicht ewig überleben – das beste Beispiel dafür war der Neo Geo.

Erwartungshaltung der Entwickler

Es steht außer Frage, dass der App Manager eine großartige und an Visual Studio oder Eclipse erinnernde Entwicklungsumgebung darstellt. Leider ist er erst ab OS 1.2 lauffähig.

Auf diversen Hackathons – ich war in Budapest anwesend – versprachen die Vortragenden ihren Entwicklern, dass dieses Betriebssystem bald für die Allgemeinheit verfügbar werden würde. Wer diese Ankündigung für bare Münze nahm, muss nun einige Monate warten, bevor er seine App ausliefern kann.

Diverse andere wichtige Erweiterungen

Zu guter Letzt bringt die neue Version des Betriebssystems einige wichtige Features mit, die den Abstand zu Android verringern. Auch hier gilt, dass die Benutzerschaft die von Android bekannten Funktionen über kurz oder lang auch von ihrem Telefon erwarten.

Es ist klar, dass man als kleiner Betriebssystemanbieter nur vergleichsweise wenig Einflussmöglichkeiten auf die Hardwarehersteller hat. Wenn man sich von Seiten der OEMs auf die Version 1.3 versteift hat, sollte dieses System wenigstens schneller auf den Markt kommen – es behebt viele "common eekers" im Betriebssystem.