Fortran im Wandel der Zeit

Fazit

In Legacy-Code sind moderne objektorientierte Konstrukte naturgemäß selten. Was man zumindest in Klimamodellen findet, ist der oft unübersichtliche Einsatz von Modulen und Präprozessoranweisungen. Das ist jedoch gerade die typische Herausforderung komplexer Legacy-Projekte: Man kann das gesamte Programm nicht mal eben durch eine Neuimplementierung ersetzen, und ein Umschreiben in Teilen ist auch nicht leicht möglich, weil oft saubere Schnittstellen fehlen. Bei Tools zur Softwareentwicklung sieht es dagegen gut aus: Das aktuelle Eclipse in der Version für parallele Anwendungen verfügt über eine gute und komfortable eingebaute Fortran-Unterstützung. Dem Ausprobieren steht daher nichts im Wege. (jul)

Thomas Slawig
ist Professor für Algorithmische Optimale Steuerung am Institut für Informatik der Universität Kiel und beschäftigt sich vor allem mit Klimamodellen. Mit der Sprache Fortran arbeitet er seit etwa 20 Jahren.

Literatur

  1. Floating Point Component of SPEC CPU2006; www.spec.org/cpu2006/CFP2006
  2. B. A. Ciapra; The Best of the 20th Century: Editors Name Top Ten Algorithms; Society for Industrial and Applied Mathematics (SIAM) News Vol. 33 No. 4, 2000
  3. FORTRAN 77 4.0 Reference Manual, SunSoft, Mountain View 1995.
  4. D. B. Chirila, G. Lohmann; Introduction to Modern Fortran for the Earth System Sciences, Springer 2015.
  5. H. Wehnes; FORTRAN 77. Strukturierte Programmierung mit FORTRAN 77; Hanser Verlag, 5. Auflage 1989.
  6. M. Metcalf, J. Reid, M. Cohen; Modern Fortran Explained; Oxford University Press 2011.
  7. R. J. Barlow, A. R. Barnett; Computing for Scientists, Principles of Programming with Fortran 90 and C++; Wiley 1998.