Guter IAP, böser IAP

Die mobile Denkfabrik  –  0 Kommentare

Der britische Handcomputerexperte Ewan Spence verglich IAP vor einigen Tagen mit Shareware. Das ist – brutal gesagt – nicht abwegig: Wieso zwei Versionen in den Store stellen, wenn man auch per IAP entsperren kann. Leider macht der Play Store Entwicklern hier einen Strich durch die Rechnung.

Shadow Blade ist ein durchaus witziges Asia-Hack-and-Slay für Android. Die kostenlos herunterladbare Version des Spiels enthält die für spätere Levels benötigte Logik. Ihre Entsperrung erfolgt durch einen In-App Purchase, der vom Hauptmenü aus angestoßen werden kann:

Wer die Testversion mag, kauft - wie in alten Tagen - die Vollversion

Leider ist diese Vorgehensweise für den Entwickler nur in eingeschränktem Maße vorteilhaft. Das liegt nicht nur daran, dass Piraten mit der "Testversion" sofort alles an der Hand haben, was sie zum Erstellen eines Cracks brauchen. Im Play Store sieht sein Spiel nämlich so aus:

Die IAP-Warnung unterscheidet nicht zwischen "einmaligen" und mehrfachen IAPs

Die Medien treiben IAP-Horrorstorys mit regelmäßiger Häufigkeit quer durchs Dorf. Aus diesem Grund gibt es immer wieder verängstigte User, die derartige Programme um jeden Preis vermeiden wollen – selbst dann, wenn die maximalen Ausgaben wie in diesem Fall streng beschränkt sind.

Google könnte diese Situation ohne großen Aufwand entschärfen. Der Anbieter weiß, ob ein Spiel nur einen oder mehrere Käufe anbietet. Ein Game oder eine App mit nur einem nicht wiederholbaren Kauf könnte als "normale Demoversion" gekennzeichnet werden ...