Häufigere Updates für Visual Studio 2017 und "Fast Ring" für Previews

Der Dotnet-Doktor  –  3 Kommentare

Anstelle der quartalsweisen Updates werden neue Versionen nun im Abstand weniger Tage und Wochen bereitgestellt. Außerdem gibt es jetzt noch häufiger Vorabversionen, die sich eigenständig aktualisieren und parallel installieren lassen.

Im Zuge der Einführung von Visual Studio 2017 im März hat Microsoft die Aktualisierungspolitik für die integrierte Entwicklungsumgebung erheblich geändert. Anstelle der quartalsweisen Updates, die Microsoft mit Visual Studio 2012 eingeführte hatte, gibt es neue Versionen nun wesentlich häufiger im Abstand von ein bis zwei Wochen, zum Teil von wenigen Tagen. Außerdem gibt es jetzt noch häufiger Vorabversionen, die sich eigenständig aktualisieren lassen. Anders als beim "Fast Ring" im Windows-10-Insider-Programm kann man eine Visual-Studio-Preview- und eine RTM-Version parallel auf einem Windows-Rechner betreiben.

Bisher sind folgende Versionen von Visual Studio 2017 mit Status "RTM" erschienen:

  • 17. April 2017: Version 15.1 (26403.07)
  • 10. April 2017: Version 15.1 (26403.03)
  • 5. April 2017: Version 15.1 (26403.00)
  • 31. März 2017: Version 15.0 (26228.12)
  • 28. März 2017: Version 15.0 (26228.10)
  • 14. März 2017: Version 15.0 (26228.09)
  • 7. März 2017: Version 15.0 (26228.04)

Parallel dazu gab es folgende Preview-Versionen.

  • 10. April 2017: Version 15.2 (26419.01, Preview)
  • 17. April 2017: Version 15.2 (26412.01, Preview)
  • 3. April 2017: Version 15.1 (26401.1, Preview)
  • 27. März 2017: Version 15.1 (26323.1, Preview)
  • 16. März 2017: Version 15.1 (26315.00, Preview)
  • 7. März 2017: Version 15.1 (26304.00, Preview)

Wie man sieht, ist also schon am Tag der 15.0-RTM-Version die erste Vorabversion von 15.1 erschienen.

Wenn ein Entwickler die Preview-Version parallel zu der RTM-Version installiert, braucht er dafür entsprechenden Speicherplatz auf seiner Festplatte, wobei laut Aussage von Microsoft der Festplattenbedarf nicht doppelt so groß ist, weil einige in Visual Studio mitgelieferte Komponenten aus anderen Produktteams wie das Windows SDK, die C-Runtime und das .NET Framework bzw. .NET Core von der RTM- und der Preview-Version gemeinsam genutzt werden. Der Nutzer kann RTM- und Preview-Version durch verschiedene Symbole unterscheiden.

Links das Logo für die RTM-Versionen, rechts das Logo für die Preview-Versionen

Microsoft hat die Versionsnummernvergabe geändert. Anstelle der bisherigen Bezeichnungen wie "Update 1", "Update 2" usw. im Namen tritt nun eine Änderung der internen Versionsnummer des Produkts an der zweiten Stelle.

Microsoft möchte mit den Previews laut eigenen Worten Visual-Studio-Enthusiasten ansprechen, die gerne Feedback an Microsoft geben. Microsoft dokumentiert in den FAQs, dass es für die Preview-Versionen keinen Support über Support-Verträge und keine "Go-live"-Lizenz gibt. Mit der Formulierung "'Preview' is not licensed to build shipping apps" lässt Microsoft aber wohl den Weg offen, im Alltag durchaus mit den Preview-Versionen zu arbeiten und die Anwendung dann für die Auslieferung mit der RTM-Version zu übersetzen.