Integrations-Patterns bei JavaScript-Anwendungen

Fazit

Keiner der Ansätze ist perfekt und damit automatisch der richtige Weg in allen Fällen. Wichtig ist, dass man sich über seine Ziele und Anforderungen im Klaren ist und sich bewusst macht, was die Entscheidung für die eine oder andere Richtung, bestmögliche Erfahrung für den Benutzer versus unabhängiger Entwicklungsprozess, für Konsequenzen bedeutet.

Sofern eine Applikation aufgeteilt werden soll, empfehlen die Autoren, als erstes die Anwendung so weit wie möglich in eigenständige Teile beziehungsweise Seiten zu zerteilen und über Links zu verbinden. Dieser Kombination von Ansatz 3 und 1 folgen unter anderen Google Drive, der Outlook Web Client, XING und Facebook.

Nur bei einer desktopartigen oder Intranet-Anwendung, die aus organisatorischen Gründen einerseits komplett eigenständige Teams erfordert, aber andererseits nicht auf eine gleichzeitige Darstellung verzichten kann, sei Ansatz 2 empfohlen. Er mag auf den ersten Blick am attraktivsten oder wie ein guter Mittelweg aussehen, allerdings sind die notwendigen Techniken eher brüchig und der Widerspruch zwischen komplett eigenständiger Entwicklung und gemeinsamer und stimmiger Darstellung kommt am stärksten zum Tragen. (ane)

Nils Hartmann ist
Softwareentwickler und -architekt aus Hamburg. Er programmiert sowohl in Java als auch in JavaScript/TypeScript und beschäftigt sich zurzeit hauptsächlich mit der Entwicklung von React-Anwendungen. Nils gibt seine Erfahrungen gern auf Konferenzen und Workshops weiter.

Oliver Zeigermann
hat über Jahrzehnte in vielen unterschiedlichen Sprachen und mit vielen Technologien Software entwickelt. In den letzten Jahren ist er tief in die Analyse großer Datenmengen unter anderem auch mit Techniken des Machine Learning eingestiegen. Er arbeitet als freiberuflicher Berater, als Architekt bei embarc und CTO bei floreysoft in Hamburg.