Kindle Fire OS – mit Kreditkartenzwang

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Amazon hatte seine Kindle-Tablets vor Weihnachten mit aggressiven Preissenkungen verkauft. Da die hauseigene Android-Portierung in Tests als für Entwickler hoch lukrativ gilt, sei ein Blick auf das Gerät geworfen.

Die folgenden Bilder entstanden anhand eines Kindle Fire HDX 7 der dritten Generation. Amazon hat den Homescreen des Kindle im Laufe der Zeit nur minimal geändert – ein Swipe von unten nach oben ersetzt das Karussell durch eine Liste der am Gerät installierten Programme.

Zuletzt genutzte Inhalt erscheinen im Karusell

Für Entwickler ergibt sich dadurch die Notwendigkeit, das hauseigene Icon in mehreren Auflösungen anzubieten. Ärgerlicherweise werden einige der Assets nur dann angezeigt, wenn das Programm über den App Store auf den Kindle wandert.

Kostenlose App? Kreditkarte notwendig!

Von Haus aus wird der Kindle Fire ohne Office-Suite oder Notizblock-Applikation ausgeliefert. Wer ein kostenloses Office-Programm nachinstallieren möchte, macht eine seltsame Erfahrung (s. die beiden folgenden Abbildungen).

Auch kostenlose Apps werden im Store „verkauft“
Ohne Kreditkarte gibt es kein kostenloses Programm

Entwickler zahlungspflichtiger Apps dürften sich über den Kreditkartenzwang freuen – die Reduktion der vor dem Kauf notwendigen Eingaben wirkt sich erfahrungsgemäß positiv auf die Konversionsrate aus. Leider läuft diese Vorgehensweise dem Markttrend entgegen: Mehr und mehr Programme werden über Werbung finanziert. Gerade im Low-End-Bereich – der Kindle HDX7 kostete meine Firma nur knapp 100 Euro – dürfte sich die Kreditkartenfrage in Westeuropa sowohl aufgrund von Paranoia (die 13373n H@xx0rZ kommen) als auch aus purem Kreditkartenmangel als Blocker erweisen.

Fazit

Bei der Benutzung von Fire OS bemerken aufmerksame Nutzer an vielen Stellen das als Basis dienende Android. Amazons Kreditkartenverpflichtung ist eine interessante Maßnahme, die aber nicht ganz zur Marktpositionierung passt.