Kubernetes – Eine kompakte Einführung

Von den Grundlagen über die praktische Anwendung mit beispielhaftem Code lotst das Buch Interessierte durch die Welt der Container-Orchestrierung mit Kubernetes.

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Kelsey Hightower, Brendan Burns, Joe Beda
Kubernetes
Eine kompakte Einführung

dpunkt.verlag 2018
II + 191 Seiten, € 29,90
ISBN 978-3-86490-542-1

Software in und mit Containertechniken wie Docker zu deployen, erscheint genial einfach. Doch mit steigender Zahl der Services, die zudem häufig redundant ausgelegt sein sollen, wird es immer schwieriger, die rasch wachsende Zahl von Containern effizient zu verwalten. An diesem Punkt kommt dann oftmals Kubernetes ins Spiel. Das Open-Source-Projekt Kubernetes dient dem Orchestrieren von Containern. Oder wie die Autoren des Buchs "Kubernetes – Eine kompakte Einführung" es zu Beginn des zweiten Kapitels formulieren: Kubernetes ist eine Plattform zum Erstellen, Deployen und Managen verteilter Applikationen.

Kelsey Hightower, Brendan Burns und Joe Beda starten mit einem kurzen Überblick der wichtigsten Funktionen von Kubernetes. Darauf folgt eine kurze Einleitung zu Docker-Containern, die aber eher als Auffrischung der Materie und weniger als eine echte Einführung geeignet ist. Die Ausführungen reichen jedoch, um die im Buch erwähnte Demo zu starten. Mit diesem Kapitel leiten die Autoren dann auch zum praktischen Teil über.

Von der Einführung zum praxisnahen Tutorium

Während die Einführung tatsächlich zum Lesen ist, sind die folgenden Kapitel eher als eine Art Tutorium aufgebaut. Der lernbegierige Leser ist aufgefordert, aktiv mitzumachen und den Aufbau eines Kubernetes-Clusters nachzuvollziehen. Hierzu beschreiben die Autoren zunächst in aller Kürze, wie sich ein Cluster bei verschiedenen Cloud-Providern aufsetzen lässt. Als Alternative für die lokale Installation haben sich die Autoren für einen Cluster aus vier Raspberry Pi entschieden. Ausführliche Details zu dessen Konfiguration finden sich im Anhang des Buchs.

Kubernetes – Eine kompakte Einführung (Bild: dpunkt)

Ist der Cluster aufgebaut, so lässt er sich mit kubectl kontrollieren. Zunächst gehen die Autoren auf einige häufig genutzte Befehle ein, um sich dann den Pods zu widmen. Ein Pod repräsentiert eine Gruppe von Anwendungscontainern, die gemeinsam die kleinste deploybare Einheit für Kubernetes darstellen. Pods werden gestartet, überwacht und bei Bedarf auch wieder entfernt. Zur einfacheren Verwaltung lassen sich Pods mit Labels versehen, um sie auch über Service Discovery leichter finden zu können. Mittels ReplicaSets überwacht und steuert Kubernetes, wie viele gleichartige Pods aktiv sein sollen. DaemonSets kümmern sich darum, dass Instanzen eines bestimmten Pods auf allen erforderlichen Knoten innerhalb eines Clusters laufen. So führen die Autoren den Leser Stück für Stück in die Welt von Kubernetes ein, bis hin zu den Grundlagen der Storage-Infrastruktur und Security-Aspekten. Und am Ende stehen dann reale Anwendungen – wenn auch nur beispielhafte.

Fazit

In dem recht kompakten Buch stellen die Autoren das Wesentliche von Kubernetes vor – und nehmen den Leser bei der Hand, in die Welt der Container-Orchestrierung einzutauchen. Neben einigen wenigen Grafiken findet sich viel Code in dem Buch. Es empfiehlt sich daher als eher praktischer Einstieg in die Welt von Kubernetes – zum Lesen mit der Tastatur in der Hand. (map)

Michael Müller
ist als Bereichsleiter Softwareentwicklung der InEK GmbH verantwortlich für Projekte im Web-, Java- und .NET-Umfeld. Daneben betätigt er sich als freier Autor und verfasst Fachartikel zu diversen Entwicklungsthemen sowie Buchrezensionen.