Microsoft kündigt Visual Studio Shell an

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Das Schreiben von Add-Ins und Anpassen der Entwicklungsumgebung Visual Studio durch Makros ist schon seit langem möglich. Nun aber hat Microsoft auf der TechEd US 2007 angekündigt, dass es die Basisinfrastruktur von Visual Studio (also Projektverwaltung, Fensterverwaltung, Menüstrukturen, Editor) ohne die .NET-spezifischen Entwicklungswerkzeuge (Designer, Assistenten, Compiler) verfügbar machen wird. Das neue Produkt soll Visual Studio 2008 Shell heißen und wird kostenlos erhältlich sein als Teil des Visual Studio SDK (Aktuelle Version: Juni 2007 CTP). Vergleichbar ist es mit dem Eclipse-Ansatz. Ob es den gleichen Erfolg haben wird, ist fraglich.

Für die Visual Studio Shell entwickelte Erweiterungen können sich auch in das "normale" Visual Studio integrieren. Erweiterungen kann man mit Managed Code oder C/C++ entwickeln.

Visual Studio 2008 Shell hat erstmal nichts zu tun mit der Windows PowerShell. Visual Studio 2008 Shell wäre aber eine Möglichkeit, eine Entwicklungsumgebung für die Windows PowerShell zu bauen. Softwarehersteller können mit der Visual Studio Shell ihre eigenen Anwendungen mit einer Entwicklungsumgebung für Makros ausstatten. In der Vergangenheit kostete eine Lizensierung von Visual Basic for Applications (VBA) bei Microsoft viel Geld. Mit zu der Strategie gehört auch das Managed Add-In Framework (System.AddIn), das Teil von .NET 3.5 sein wird.