Microsoft verkündet Pläne für ASP.NET Core und Entity Framework Core 2.2

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Microsoft hat gestern auf GitHub sowohl die Termine als auch die inhaltlichen Pläne für die nächste Version 2.2 des Webserverframeworks ASP.NET Core und des OR-Mappers Entity Framework Core verkündet. Beide Produkte sollen im August 2018 als erste Preview-Version erscheinen. Weitere Previews sind für September und Oktober geplant. Das fertige Release soll vor Jahresende 2018 erscheinen. Inhaltlich sind es, im Vergleich zu den vielen Änderungen zwischen Version 2.0 und 2.1, kleine Releases.

Neue Funktionen in ASP.NET Core 2.2:

  • Microsoft will das Routing überarbeiten. Das neue Routing-System (aktuell "Dispatcher" genannt) soll sehr früh in der Verarbeitungspipeline laufen und einige Szenarien wie die Unterstützung von CORS vereinfachen.
  • Durch eingebaute Konventionen und mögliche eigene Konventionen soll die Generierung von Swagger-OpenAPI-Dokumenten und Hilfeseiten für Web-APIs verbessert werden.
  • Analyzer in Visual Studio sollen die Einhaltung dieser Konventionen überwachen.
  • Das .NET-Core-Kommandozeilenwerkzeug "dotnet" soll zum Test von Web-APIs in der Lage sein, HTTP-Anfragen mit beliebigen HTTP-Verben abzusenden.
  • Sowohl für die Kommandozeile als auch Visual Studio will Microsoft einen Codegenerator für Client-Zugriffscode für Web APIs anbieten. Unterstützt werden sollen dabei die Sprachen C# und TypeScript. Solche Codegeneratoren gibt es bisher in der .NET-Community, zum Beispiel NSwag.
  • Microsoft will einen OpenID-Connect-basierten Authorization Server anbieten.
  • Der Kestrel-Webserver soll HTTP/2 und Health Checks zur Überwachung anbieten.
  • SignalR soll Unterstützung für Clients in Java und C++ erhalten.

Neue Funktionen in Entity Framework Core 2.2:

  • Beim Reverse Engineering bestehender Datenbanken sollen nun auch Datenbank-Views generiert werden können. Seit Version 2.1 werden Datenbank-Views durch Query Types in Entity Framework Core unterstützt, aber solche Query Types müssen bisher manuell geschrieben werden.
  • Die in Version 2.0 eingeführten Owned Types sollen in Version 2.2 auch bei Navigationseigenschaften möglich sein, die Mengen (Collections) darstellen.
  • Der schon für Version 2.1 geplant Treiber für Azure Cosmos DB soll fertig werden.
  • SQL Server soll wieder Unterstützung für die Geo-Datentypen geometry und geography ("Spatial Types") erhalten. Das gibt es schon im alten ADO.NET Entity Framework.
  • Das Entwicklungsteam will mehr Unit Tests für LINQ-Abfragen schreiben und so besser bemerken, wenn es zu Regressionsfehlern kommt.