Microsoft verkündet Pläne für Entity Framework Version 1.1

Der Dotnet-Doktor  –  1 Kommentare

Einen Monat nach Erscheinen von Version 1.0 des überarbeiteten OR-Mappers "Entity Framework Core" hat Microsoft nun verkündet, woran man für die kommende Version 1.1 arbeitet.

Dazu gehört die Rückkehr von aus dem klassischen Entity Framework bekannten Funktionen wie Find(), Reload(), GetModifiedProperties() und GetDatabaseValues() sowie das explizite Nachladen verbundener Entitäten und die Pluralisierung von Namen beim Reverse Engineering.

Ein Punkt in der Features-Liste der Version 1.1 ist auch, dass mehr LINQ-Abfragen in der Datenbank statt im RAM ausgeführt werden. Tatsächlich gibt es in Entity Framework Core 1.0 einige Situationen, wo deutlich mehr Datensätze als notwendig aus der Datenbank geladen werden, die Entity Framework Core dann im RAM filtert. Insbesondere bei einer Gruppierung mit GroupBy() werden alle Datensätze geladen und die Gruppierung findet komplett im RAM statt. Dieses ineffiziente Verhalten würde man von einem OR-Mapper nicht erwarten. Ausgerechnet den wichtigen Fall der Gruppierung wird auch Version 1.1 nicht lösen; Microsoft hat dies auf eine spätere Version vertagt, ebenso wie viele andere Funktionen, die Microsoft selbst als "kritisch" einordnet.

Entity Framework Core 1.1 soll im vierten Quartal 2016, vielleicht auch erst im ersten Quartal 2017 erscheinen. Dann sollen auch die bisher noch im Preview-Status befindlichen Werkzeuge den "RTM"-Status erreichen. Die anderen in der Roadmap als kritisch gelisteten fehlenden Features, die den Einsatz von Entity Framework Core in vielen Projekten verhindern, werden dann wohl frühestens mit dem zweiten Update Mitte 2017 erscheinen.