Microsoft veröffentlicht Beta 6 von Entity Framework 7

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Microsoft hat eine weitere Vorabversion (Beta 6) der Version 7.0 des objektrelationalen Mappers Entity Framework auf Nuget.org veröffentlicht.

Die Verschiebung von .NET Core 5 und ASP.NET 5 auf das erste Quartal 2016 gibt auch den Entwicklern des Entity Framework 7 mehr Zeit, sodass Microsoft von den am 2. Dezember 2014 angekündigten Einschränkungen nun teilweise wieder abrückt. Microsoft hatte damals verkündet, dass Entity Framework 7 sich auf ASP.NET-5-Anwendungen mit Microsoft SQL Server auf Windows bzw. mit PostgreSQL auf Linux und MacOS fokussieren wird. App-Betriebssysteme und andere Datenbanken wie SQLite und nicht relationale Datenspeicher sollten zurückgestellt und später erst geliefert werden.

Entity Framework 7 Beta 6 unterstützt nun aber doch schon SQLite und mit dem morgigen Erscheinen der endgültigen Version von Windows 10 mit zugehörigen Developer Tools auch Windows 10 Universal Apps.

Außerdem bietet Entity Framework 7 Beta 6 Treiber für SQL Server und SQL Server Compact sowie einen In-Memory-Treiber zum Testen. Bei den Funktionen sind gegenüber Beta 5 die direkte Ausführung von SQL-Befehlen mit Database.ExecuteSqlCommand(), Vorlagen für die Code-Generierung beim Reverse Engineering von bestehenden Datenbanken und die Konfiguration des Mappings mit Datenannotationen hinzugekommen.

Zudem hat Microsoft unter http://ef.readthedocs.org endlich begonnen, eine ernsthafte Dokumentation für Entity Framework 7 zu erstellen. Allerdings ist diese noch rudimentär und lückenhaft, wie man auch an dem Text "This topic hasn’t been written yet!" sieht, der bei vielen Themen erscheint. Zuvor gab es nur wenige Wiki-Seiten im GitHub-Projekt.

Microsoft stellt in einem Blog-Eintrag klar, dass es sich auch bei Beta 6 noch nicht einen einsatzreife Version handelt. Tatsächlich fehlen immer noch viele Mapping-Features (wie zum Beispiel Table-per-Hierachy-Vererbung) und kaskadierendes Löschen. Auch die Dokumentation ist immer noch so rudimentär, dass man ohne ein ausführliches Studium des Quellcodes wenig mehr als ein Hello-World-Beispiel erstellen kann.