.NET DevCon – noch eine .NET-Konferenz im Deutschland

Der Dotnet-Doktor  –  0 Kommentare

Ich dachte bisher, der deutsche Markt sei mit Fachkonferenzen für .NET-Softwareentwickler schon gut besetzt: Einmal im Jahr gibt es jeweils die VSOne, die Advanced Developers Conference (ADC) und die prio.conference; zweimal im Jahr findet die größte und älteste Konferenz, die BASTA, statt. Gelegentlich tritt Microsoft selbst als Veranstalter auf, z. B. beim Technical Summit 2008 in Berlin, in letzter Zeit konzentrieren sich die Redmonder aber eher auf Roadshows wie das "TechSummit Cloud".

Nun ist für den 6. und 7. Juni 2011 in Nürnberg eine weitere Konferenz angekündigt, die ".NET DevCon". Veranstalter ist die Zeitschrift dotnetpro (Neue Mediengesellschaft Ulm mbH), die auch schon Veranstalter der "Prio.Conference " ist. Das wirft einige Fragen auf, die ich Tilman Börner, dem Chefredakteur der dotnetpro, stellte.

Welche Zielgruppe hat die .NET DevCon?

Tilman Börner: Die Zielgruppe der Konferenz besteht aus .NET-Entwicklern, Testern und Architekten. Kurz alle, die mit dem Entwickeln von .NET-Software ihren Lebensunterhalt verdienen. Das Advisory Board sucht im Moment Vorträge zu den Themen Programmiersprachen, Architektur, SharePoint, Datenzugriff, Infrastruktur, Visual Studio, Tools, Codequalität, Desktop- und Kommunikationstechniken, Vorgehensmodelle und Soft Skills. Der Call for Papers läuft noch bis zum 15. Februar 2011.

Wie grenzt sich die neue Konferenz von eurer eigenen "prio.conference" ab?

Tilman Börner: Die prio.conference ist monothematisch. Das heißt, alle Vorträge stehen unter einem Motto, so in den letzten Jahren zur Softwarearchitektur oder zu User Interfaces. Die .NET DevCon hingegen soll dem Entwickler all das vermitteln, was er heute wissen muss – ausgewählt durch die sogenannten Content Manager. Das Programm steht ab Ende Februar auf der Webseite www.dotnet-devcon.de.

Glaubst Du, dass der .NET-Markt eine weitere .NET-Konferenz neben den bestehenden braucht?

Tilman Börner: Es gibt knapp 300.000 Entwickler in Deutschland. Ein Drittel davon dürfte mit Microsofts Techniken arbeiten, also rund 100.000. Jährlich gehen aber höchstens 6000 Entwickler auf Konferenzen. Wo sind die restlichen 94.000? Wir wollen die verbliebenen motivieren, sich fortzubilden. Zum einen über das Programm: Der .NET-Entwickler soll das erfahren, was er heute für seine Arbeit braucht. Er soll hinterher produktiver sein, weil er die wichtigen Tools besser kennt. Auch soll er sicherer sein, weil er die passende Syntax beherrscht. Zum anderen über den Teilnehmerpreis, der mit 690 Euro für beide Tage deutlich niedriger ist als bei anderen Konferenzen zum Thema.

Wann findet die prio.conference 2011 statt?

Tilman Börner: Die prio.conference 2011 findet wieder im Oktober in Nürnberg statt. Den genauen Termin und das diesjährige Thema werden wir Mitte Februar ankündigen.