.NET-Techniken im Zusammenspiel

Der Dotnet-Doktor  –  0 Kommentare

Kürzlich hat mein "Von der Datenbank bis zur Oberfläche mit .NET" bei heise Developer begonnen. Erschienen ist bislang der erste von fünf Teilen.

Teilnehmer in unseren Schulungen und die Leser unserer Bücher äußern zunehmend den Wunsch nach "zusammenhängenden" Beispielen oder "kompletten" Anwendungen. Einzelne isolierte Darstellungen von .NET-Techniken findet man viele. Das Zusammenspiel verschiedener .NET-Techniken im Rahmen einer Gesamtarchitektur findet man eher selten.

Nicht immer allerdings lassen die Schulungsrahmenbedingungen die Besprechung einer kompletten .NET-Anwendung zu. Ein zusammenhängendes Beispiel (die fiktive Fluggesellschaft "World Wide Wings") verwende ich seit mehreren Jahren in meinen Büchern ".NET Crashkurs" und "ASP.NET Entwicklerhandbuch". Da von beiden Büchern aber auch eine umfassende Darstellung des Themengebiets erwartet wird, sind manche Codebeispiele doch etwas "künstlich" in den Anwendungsfall hineingepresst.

Besser ist es, wenn man sich ganz auf einen Anwendungsfall konzentrieren kann und wirklich nur das erklären muss, was zur Realisierung des konkreten Anwendungsfalls notwendig ist. Dies setze ich nun in Form des Tutorials auf heise Developer um. Dabei geht es zwar wieder um die Fluggesellschaft, aber dieses Mal nur um die Flugbuchung im engeren Sinne. Diese erfolgt aus der Sicht eines Call-Center-Mitarbeiters und ist funktional sehr fokussiert: Man wählt einen Flug (anhand von Flugnummer oder Route), dann einen Passagier (anhand von Passagier-ID oder Name) und darauf kann man buchen. Das passiert in einer Maske. In einer zweiten Maske kann man neue Passagiere anlegen. Das Szenario deckt sowohl zentrale Datenbankoperationen als auch Benutzeroberflächendarstellungen (Eingabefelder, Tabellenansicht, Einzelansicht) ab.

Das Tutorial beginnt bei Teil 1 mit einem leeren Visual-Studio-Projekt. Nicht mal eine Datenbank ist vorhanden. Die Datenbank und ein Objektmodell entstehen mit Hilfe des ADO.NET Enity Framework. In Teil 2 werden Webservices auf Basis von WCF folgen. Teil 3, 4 und 5 erstellen dann drei verschiedene Oberflächen mit ASP.NET, WPF und Silverlight. Alle Oberflächen greifen auf die gleichen Webservices zu, um die Wiederverwendung von Schichten zu zeigen. Das Tutorial erhebt also nicht den Anspruch, .NET komplett zu erklären. Vielmehr geht es nur darum, die Techniken und Werkzeuge zu zeigen, die man für den konkreten Anwendungsfall braucht.

Der ideale Leser für dieses Tutorial besitzt bereits ein paar Grundkenntnisse in .NET, C# und Visual Studio.

Wer lieber zusieht und zuhört statt liest, sollte unseren ganztägigen ".NET End-To-End-Workshop" auf der BASTA-Konferenz in Darmstadt am Freitag, 2. März 2012, besuchen. Zusammen mit meinen Kollegen Manfred Steyer und Dr. Joachim Fuchs werden wir in Workshop-Form das Fluggesellschaftszenario mit den oben genannten Masken als ein zusammenhängendes Beispiel mit Web- und Desktop-Oberfläche präsentieren. Als Unterschied zum Tutorial kommt dabei allerdings ASP.NET MVC statt ASP.NET Webforms zum Einsatz.