POS-Systeme: Datenbank, nicht zu Ende gedacht

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Mobile POS-Systeme stecken gute zehn Jahre nach ihrem ersten Aufkommen immer noch in den Kinderschuhen, obgleich Entwickler hier immense Einnahmen erwirtschaften können.

Ein wunderbares Beispiel dafür, dass ein Datenbankentwickler beim Entwurf seiner Schemata nicht bis zum Ende gedacht hat, kann die Order-Datenbank eines Brötchengeschäfts sein. Die Bestellungsaufnehmer pflegen die Wünsche der Kunden ein, die von der Küche ausgearbeitet werden. Die Küche stellt die fertigen Tellerchen auf ein Regal, wo sie – mit etwas Glück – an den Mann oder an die Frau gebracht werden.

An dieser Stelle lauert der Fehler. Wenn eines der Tellerchen aus irgendeinem Grund nicht zum Zieltisch kommt, meldet sich der Kunde nach einiger Zeit beim Personal. Dieses nimmt die Bestellung abermals auf, wodurch eine Doublette in der Datenbank auftaucht. Im Laufe der Zeit entstehen dadurch Fehlbeträge, die eine Betrugsanzeige rechtfertigen.

Beim Entwickeln verteilter Systemen sollte man immer darauf achten, die Erfüllung des Auftrages in der Datenbank mitzuverfolgen. Das würde bedeuten, dass der Auslieferer das "Abgeben" des Tellerchens ebenfalls quittiert – die dadurch gewonnenen OI-Informationen lassen sich z.B. für Kaizen weiterverwenden.

Noch besser wäre es, wenn alle am System beteiligten Personen Einblick in die "Queue" hätten. Auf diese Art und Weise könnte das Personal gleich feststellen, wenn bei einem bestimmten Produkt ein Engpass droht – Doubletten wären in einem derartig erweiterten System ebenfalls nicht möglich.

Kurz gefasst: Mobile POS-Systeme stecken gute zehn Jahre nach ihrem ersten Aufkommen immer noch in den Kinderschuhen. Entwickler können hier immense Einnahmen erwirtschaften – zumindest dann, wenn sie mit den Bedürfnissen der Gastronomie vertraut sind.