Rust als sichere Programmiersprache für systemnahe und parallele Software

Fazit

Die Beispiele verdeutlichen, dass Rust sehr gut für die Entwicklung von parallelen und nebenläufigen Anwendungen geeignet ist, da der Compiler den Softwareentwickler bereits während der Entwicklung vor im Nachhinein nur noch schwer zu findenden Bugs bewahrt. Die Regeln mögen auf den ersten Blick recht kompliziert und aufwändig erscheinen – und sie erhöhen auch die Zeit, bis eine erste lauffähige Software vorhanden ist –, allerdings reduziert sich nach Erfahrung der Autoren der Aufwand bei der Fehlersuche deutlich. Darüber hinaus ist die Ausführungsgeschwindigkeit vergleichbar mit C/C++-Versionen eines Programms. Zumindest der aktuelle Rust-Compiler muss den Vergleich zu GCC und Clang nicht scheuen. (map)

Dr. Stefan Lankes
arbeitet als akademischer Oberrat am Institute of Automation of Complex Power Systems der RWTH Aachen University. Er forscht seit circa 20 Jahre im Bereich der systemnahen Software für Hochleistungsrechner und echtzeitfähige Systeme. Unter anderem ist er Initiator des Open-Source-Projekts HermitCore.

Dr. Jens Breitbart
arbeitet als Softwarearchitekt bei Driver Assistance, Robert Bosch GmbH. Er forschte fast zehn Jahre im Bereich des High Performance Computing und war bis Oktober vergangenen Jahres Mitarbeiter am Lehrstuhl für Rechnertechnik und Rechnerorganisation der TU München beschäftigt. Er arbeitet privat in verschiedenen Softwareprojekten mit, u.a. HermitCore.

Literatur

  • J. Blandy and Jason Orendorff, Programming Rust, O’Reilly UK Ltd., 2018
  • S. Klabnik and C. Nicols, The Rust Programming Language (Manga Guide), No Starch Press, 2018