Support für .NET 4.0, 4.5 und 4.5.1 endet in einem Monat

Der Dotnet-Doktor  –  0 Kommentare

Einen Monat vorher ist ein guter Zeitpunkt, daran zu erinnern, dass Microsoft von 12. Januar 2016 an die .NET-Framework-Versionen 4.0, 4.5. und 4.5.1 nicht mehr mit Sicherheitsupdates und bei technischen Fragen unterstützen wird.

Der 12. Januar 2016 naht. Einen Monat vorher ist ein guter Zeitpunkt, daran zu erinnern, dass Microsoft dann die .NET-Framework-Versionen 4.0, 4.5. und 4.5.1 nicht mehr mit Sicherheitsupdates und bei technischen Fragen unterstützen wird. Das hat Microsoft schon am 7. August 2014 angekündigt. Softwarehersteller und Nutzer .NET-basierter Anwendungen werden gezwungen, auf .NET Framework 4.5.2 oder .NET Framework 4.6/4.6.1 zu aktualisieren.

Dieses vorzeitige Supportende ist eine gravierende Abweichung von der 10-Jahres-Regel des Microsoft Support Lifecycle (MSL), den Microsoft normalerweise für Entwicklerprodukte anwendet. Allerdings hat der Konzern den Status von .NET umdefiniert: Es stellt kein eigenständiges Produkt mehr dar, sondern ist nur noch eine "Komponente" von Windows.

Microsoft sieht im Zwangsupdate kein Problem, da die 4.x-Versionen "highly compatible" seien (vgl. Microsoft .NET Framework Support Lifecycle Policy FAQ). Es sei nicht notwendig, die bestehenden .NET-4.x-Anwendungen neu zu kompilieren. Dennoch empfiehlt Microsoft, ein Upgrade in "Pre-Production"-Umgebungen zu testen, bevor es in der Produktionsumgebung verwendet wird. Wer diesen Test noch nicht gemacht hat, hat nun im verbliebenen Monat einiges zu tun. Das gilt auch für Microsofts Server-Produkte, die .NET verwenden (Exchange, SQL Server, Dynamics CRM, SharePoint, Lync).

Nicht betroffen von dem vorzeitigen Supportende sind ältere .NET-Versionen wie .NET 2.0, 3.0, 3.5 und 3.5. Hier hängt der Support am Betriebssystem, mit dem sie ausgeliefert werden. So wird .NET Framework 3.5 Service Pack 1, das mit Windows 7 im Jahr 2009 ausgeliefert wird, noch bis 2019 unterstützt.