Tales from the Web side

Tales from the Web side  –  2 Kommentare

Tales from the Crypt ist eine US-amerikanische Horrorserie der frühen 90er Jahre. Ich muss zugeben, ich habe die Serie nie gesehen (und mich auch nicht bei der Namenswahl des Blogs dadurch inspirieren lassen), bin aber zuversichtlich, dass dieser Blog nicht ganz so schrecklich und angsteinflößend sein wird, wie die dort verfilmten Kurzgeschichten.

Als Webentwickler kann man sich heutzutage durchaus mal vor Grauen die Haare raufen: verschiedene Standards, Spezifikationen und Working Drafts, die man im Auge behalten muss, täglich neue, sich gegenseitig übertrumpfende Bibliotheken sowie haufenweise neue Trends und Techniken, die in Summe dafür sorgen, dass man als Entwickler gar nicht schnell genug hinterherkommt.

Mit den Living-Standards HTML5 und CSS3 sowie vielen neuen kommenden Features in JavaScript (Stichwort: ECMAScript 6 bzw. 2015) wird die Entwicklung von Webanwendungen zwar an vielen Stellen einfacher (bzw. ist es schon), auf der anderen Seite aber auch um einiges komplexer. Hinzu kommt, dass der Entwicklungsprozess von Webanwendungen sich immer mehr dem Entwicklungsprozess von klassischen Softwareanwendungen anpasst: Versionsverwaltung, testgetriebene Entwicklung, automatische Builds, Continuous Integration etc. sind auch in der Webentwicklung keine Fremdwörter mehr.

Doch damit nicht genug: Tausende von Blogs werben mit Artikelüberschriften wie "10 Techniken, die man als Webentwickler beherrschen muss", "Die 20 besten CSS-Frameworks" oder "5 coole Features für Ihr nächstes Webprojekt". Da weiß man oft gar nicht, welchem Blog man folgen oder welchen Artikel man lesen soll.

Mein Ziel mit diesem Blog ist es dagegen, einen Schritt zurückzugehen und mich, statt Ihnen die nächsten "15 neuesten CSS-Techniken" vorzustellen, auf das Wesentliche zu konzentrieren. Hauptsächlich werde ich mich also Themen rund um die Webstandards, Spezifikationen etc. widmen. Dabei ist der Plan, sowohl über Aktuelles zu berichten als auch zusammenfassende Rückblicke zu geben. Gerade letztere halte ich in der schnelllebigen Webentwicklung für eine gute Möglichkeit, etwas Ruhe in die ganze Sache zu bringen.

Der Fokus wird die meiste Zeit auf den Kernsprachen HTML5, CSS3 und JavaScript liegen, aber auch auf verwandten Projekten wie Node.js und den diversen CSS- und JavaScript-Präprozessorsprachen. Bibliotheken und Frameworks werden dabei auch eine Rolle spielen (vielleicht lasse ich mich dann doch mal zu einem Top-10-Best-Of hinreißen) und hin und wieder werfen wir sicherlich auch einen Blick aus der Gruft, Verzeihung, über den Tellerrand. Eben auf alles, was einem Webentwickler das Herzen höher schlagen lässt.

In diesem Sinne: Welcome to the Horror Show und willkommen zu ein paar hoffentlich spannenden Geschichten rund um das Thema Webentwicklung.