TechEd Developers: Desktop-Suche bei Microsoft - Hintergründe zum Tod von WinFS

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Die Desktop-Suche in Windows Vista basiert auf einer neuen Version des altbekannten Index-Systems auf Basis einer ESE-Datenbank und eines Algorithmus, der auch in XP, SharePoint und MSN Desktop Search zum Einsatz kommt. Was ist aus dem im Jahr 2003 angekündigten SQL-Server-basierten WinFS mit OR-Mapping geworden?

Windows File System (WinFS) bestand aus drei logischen Konzepten:

1. Einheitliches Schema zur Speicherung typischer Daten wie Adressen, E-Mails und Dateien.

2. Objekt-Relationales Mapping

3. SQL Server als lokaler Datenspeicher für Windows

Was ist daraus geworden? Im Juni gab es einen Abschieds-Blog-Eintrag, heise.de berichtete. Auf der TechEd erklärte ein Vista-Entwickler mir noch mal etwas mehr:

Zu 1) Diese Vereinheitlichung wird nicht gelingen.

Zu 2) Objekt-Relationales Mapping kommt mit dem ADO.NET Entity Framework und Language Integrated Query (LINQ).

Zu 3) Es gibt eine Chance, dass die nächste Version des SQL Servers (Katmai) auf Basis einer verbesserten Index-Funktion (Inverted Index) als Basis für die Desktop-Suche genutzt werden kann.

Das Index-System in Windows Vista basiert nur auf einer einzigen Tabelle mit beliebig vielen Spalten. Dies wird durch die in der Extensible Storage Engine (ESE) verfügbaren Tagged Columns unterstützt, die keinen Speicher verbrauchen, wenn eine Spalte keinen Wert hat. Eine explizite Verknüpfung zwischen Daten gibt es nicht: Dazu sind jeweils eigene Suchanfragen notwendig. Die Leistung sei dennoch besser als im WinFS-Ansatz.