Ubuntu ohne Cloud Services

Die mobile Denkfabrik  –  0 Kommentare

Der Name Ubuntu stammt aus der Sprache der Xhosa und lässt sich am besten mit "Verbindung zwischen Menschen" übersetzen. Die Abkündigung von Ubuntu One passt in keiner Weise ins Konzept.

Kurz zur Vorgeschichte: Der im Jahr 2009 gestartete Dienst Ubuntu One bot jedem Nutzer 5 GByte kostenlosen Speicher an, den diese – unter anderem – zur Datensynchronisation nutzen durften. Ein bezahlter Zusatzdienst erlaubte das Streamen von Musik.

Janet Silber begründet nun die Abkündigung des Dienstes damit, dass Ubuntu One in Zeiten von 25 bis 50 GByte kostenlosem Speicher nicht konkurrenzfähig sei. Die im Originallaut hier nachzulesende Aussage zeugt – zumindest meiner Meinung nach – vom Unverständnis des Markts und der im Desktop-Bereich vorherrschenden Realitäten.

Ubuntu One wird nicht deshalb genutzt, weil es viel kostenlosen Speicherplatz bietet. Der Lebenszweck des Dienstes ist die Synchronisation der Daten zwischen mehreren Ubuntu-Systemen: Da der Client von Haus aus vorinstalliert ist, ist seine Verwendung angenehmer. Durch die Abkündigung verliert Canonical dieses (wichtige) Verkaufsargument.

Fazit

Wer seinen Kunden eine einheitliche Plattform vom Desktop bis zum Smartphone anbieten kann, hat in der konvergenten Zukunft beste Karten. Microsoft hält nicht ohne Grund an SkyDrive fest: Der Dienst ist nach wie vor nicht profitabel, sorgt aber für bessere User Experience. Warum das sonst so auf Konvergenz ausgerichtete Unternehmen Canonical ausgerechnet hier vom Geschäftsmodell abweicht, ist nicht richtig nachvollziehbar.