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ÜberKreuz – Cross-Plattform heute: Im Zeichen der kommenden Generationen

ÜberKreuz

Wie bitte, noch ein Blog auf heise Developer? In der Tat. Eines, das noch gefehlt hat. "Cross-Plattform": das hört sich zunächst vielleicht rein technisch an – doch steckt wesentlich mehr dahinter und sollte jeden Softwareverantwortlichen, -architekten und -entwickler etwas angehen.

Ich möchte in diesem Online-Kanal künftig über die heutigen Anforderungen aus dem privaten Alltag, aber auch aus der Arbeitswelt von heute und morgen schreiben und wie sich diese auf Software auswirken. Gerne möchte ich diverse Möglichkeiten und Ansätze zur Realisierung echter Cross-Plattform-Lösungen diskutieren. Dabei sollen die Beiträge primär aus dem Projektalltag heraus beeinflusst sein und dabei weniger ein "das ist theoretisch möglich", sondern mehr ein "so hat man es erfolgreich umgesetzt" zum Inhalt haben.

Offensichtlichkeit

Die Spatzen pfeifen es ja von den Dächern. Lange ist der Fokus auf eine Plattform, auf ein Betriebssystem in vielen Bereichen bereits Geschichte. Das gilt vor allem im End-User-Umfeld, also auf dem "Client". Auf dem herkömmlichen Desktop tobt meist noch Windows – einige nicht ganz so zahlreiche Benutzer arbeiten mit Linux-Derivaten und ein weiterhin steigender Anteil setzt auf OS X.

In der mobilen Landschaft streiten sich iOS und Android seit Jahren um eine Vormachtstellung, die mal nach hüben, mal nach drüben ausschlägt – je nachdem, aus welchem Blickwinkel und mit welchen Kriterien man auf die Szenerie schaut. Nebenkriegsschauplätze wie Windows Phone oder BlackBerry mag man zwar generell ausblenden wollen, aber sämtlich ausgrenzen kann eventuell weh tun.

Und was künftig noch kommen wird, weiß natürlich keiner. Von Smartwatches und TVs einmal ganz abgesehen.

Künftige Generationen

Was sich heute bereits abzeichnet und verwirklicht wird, mag künftig noch viel extremer werden. Unsere Kinder scheren sich nicht wirklich um ein spezifisches Betriebssystem. Im Zeitalter und Geiste von YouTube und WhatsApp muss das Zeugs einfach funktionieren und überall auf Knopfdruck – sorry: Fingerdruck – präsent sein. Hört sich fast so an, als wäre Bill Gates' Vision von "Information at your fingertip" von 1995 in reale Nähe gerückt.

Mein Sohnemann beispielsweise nimmt eines der verfügbaren Endgeräte in unserem Haushalt und erwartet ganz natürlich, dass jedes Spiel und jede Anwendung überall da ist und überall läuft. Punkt. Kein Wenn, kein Aber. Und wenn etwas nicht mit Touch funktioniert, dann wundert er sich und legt die App oder gar das Smartphone, das Tablet oder den Laptop einfach beiseite. Und er ist beileibe nicht der Einzige.

Relevanz & Konkurrenz

Diesen Markt der Zukunft müssen wir Softwareentwickler bedienen. Und wir müssen heute damit beginnen. Egal ob im Unternehmensumfeld oder als klassische ISVs (Independent Software Vendors). Wenn man als Softwarehersteller heute nicht agiert, kann man unter Umständen künftig der Konkurrenz gegenüber nur noch reagieren – und ist raus aus dem Spiel um die Marktanteile. Daher gilt: Heute die Basis legen für die Zukunft – für Cross-Plattform. Und auf dieser Basis Lösungen bauen. Und Mehrwert generieren.
Genau das liegt mir am Herzen. Genau das möchte ich mit diesem Blog adressieren.

Vielfältigkeit

Dabei werden wir hier gemeinsam eine Streiftour durch das Software Engineering unternehmen: Architektur, Plattformen, Technologien, User Experience und Prozesse: All dies ist omnipräsent im großen Themen-Pool Cross-Plattform. Eine mögliche Auswahl an Themen, ja gewissermaßen ein initialer partieller "Brain Dump" des Autors – hier völlig ohne Priorität oder gar Reihenfolge – umfasst:


Cross-Plattform ist vielschichtig und vielfältig. Es müssen die unterschiedlichsten Facetten und Aspekte betrachtet werden. Ich freue mich drauf. Ich hoffe, Sie sich auch.

Danke fürs Lesen. Und "Happy Cross-Plattform-ing".


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http://www.heise.de/-2750192